Informationen
Autor: Tanija
Bewertung: 7/7
Erstellt am: Fri Oct 04 2019
Objektnummer: SCP-040-JP
Klassifizierung: Sicher
Sicherheitsmaßnahmen
SCP-040-JP muss in einem Eindämmungstrakt untergebracht sein, der so errichtet wurde, dass er den gesamten Bereich von SCP-040-JP abdeckt. Der Eindämmungstrakt untersteht der Zuständigkeit von Standort-8120. Wenn Personal den Eindämmungstrakt betritt, ist dieses vorher anzuweisen, niemals direkt in SCP-040-JP zu sehen. Wenn dies notwendig ist, sollte dies durch eine Kamera erfolgen und nicht mit dem bloßen Auge geschehen. Wenn direkter Sichtkontakt vonnöten ist, wird empfohlen, Mitarbeiter der Klasse D einzusetzen. Es ist untersagt, mit Personal zu kommunizieren, dass dem Effekt von SCP-040-JP ausgesetzt wurde.
Beschreibung
SCP-040-JP ist die Bezeichnung für einen Brunnen im Dorf █████, in der Präfektur █████. Es befindet sich innerhalb einer Holzhütte, welche etwa 5 m breit und 4 m lang ist. Im Zentrum der Hütte befindet sich ein Steinbrunnen, welcher vermutlich im Altertum errichtet wurde und unterirdisch verläuft. Der Brunnenschacht ist ungewöhnlich tief und mehrere Tests mit Sonden haben keine Ergebnisse zur Tiefe des Brunnens ergeben.
Obwohl die Hütte ursprünglich mit Eisenketten und mehreren Vorhängeschlössern fest verschlossen war, wurde sie durch den Verschleiß jener erfolgreich zugänglich für die Allgemeinheit. SCP-040-JP wurde am [ZENSIERT], 1967, eingedämmt.
[Warnung: Nach dem der Vorfall 040-JP-001 registriert wurde, ist das Betrachten der folgenden Inhalte ohne jegliche memetische Gegenmaßnahmen verboten. Im Falle einer unbeabsichtigten Aussetzung des Effekts, wenden Sie sich bitte an den Standortleiter von Standort-8120 und bitten Sie um die Behandlung durch 253-"Yanagi".]
Subjekte, die in die Hütte gesehen haben, fangen an, zu zittern und geben später an: "Da war eine Katze". Das Subjekt wird zunehmend vereinnahmt von dieser Idee und behauptet vermehrt "die Katze ist hier". Dieser Effekt tritt nicht auf, wenn man Bilder oder Zeichnungen betrachtet; er tritt nur auf, wenn ein Subjekt mit bloßem Auge in das Innere der Holzhütte blickt. Nach Sichtung des Kameramaterials aus SCP-040-JP konnten Erscheinungen von Katzen nicht bestätigt werden.
Wird ein Subjekt dem Effekt von SCP-040-JP ausgesetzt, verzerrt es die Wahrnehmung des Subjektes gegenüber allen Hauskatzen (wissenschaftlicher Name: Felis silvestris catus), die es fortan sieht. Interviews mit Personal, welches dem Effekt ausgesetzt war, ergaben, dass diese Hauskatzen sahen, deren Gesicht keine Haare oder andere Merkmale eines tierischen Gesichts mehr aufweisen, dafür mit zwei menschlichen Augen erscheinen. Das Tier starrt das Subjekt durchweg an, egal, aus welcher Richtung es betrachtet wird.
Weiterhin beschreiben Subjekte, die dem Effekt ausgesetzt waren, dass die "Katze" in einem Zeitrahmen von einigen Tagen bis mehreren Wochen ständig wieder im Dunkeln auftauche. Sie werden zunehmen paranoid und scheinen auf die Augen der "Katze" fixiert zu sein. Es scheint keine bestimmbaren Parameter zu geben, die das Erscheinen der "Katze" in der Dunkelheit voraussetzen. Die Subjekte sind jedoch überzeugt davon, ständig beobachtet zu werden. Es ist nicht erklärbar, warum die "Katze" die Subjekte zu beobachten scheint.
Die Katze sieht so aus.
Nach den Ergebnissen der Forscher der Foundation wurde festgestellt, dass der Ort, an dem die "Katze" erscheint, von der Position der Augenlinse oder Hornhaut beeinflusst wird. Mit anderen Worten, die Sichtungen erfolgen statistisch signifikant höher im peripheren Sehen des Subjekts. Diese Eigenschaft wurde bei Demonstrationen mit D-Klasse-Personal im Jahr 19██ erwiesen. Nach der von [ZENSIERT] vorgeschlagenen Hypothese wird spekuliert, dass die dunklen Stellen in den Tiefen der unterirdischen Struktur innerhalb von SCP-040-JP einen deutlichen Einfluss darauf haben, dass diese verzerrte Wahrnehmung entsteht.
Dieser Effekt wurde nur bei direkten Sichtkontakt mit Menschen festgestellt, weswegen angeordnet wurde, eine Radiosondierung des Brunnens durchzuführen. Die Sonde erreichte eine Tiefe von 29██ m. Die Wände bestehen bis zu dieser Tiefe durchgehend aus glattem Basaltgestein, jedoch nur im Inneren. Äußerlich trifft man schon nach kurzer Zeit nur noch auf Grundgestein, anstelle des Brunnens. Sie war da. Es wurden keine anomalen Effekte bei Personal festgestellt, welches an diesem Vorhaben beteiligt war.
[DATEN GELÖSCHT]
Subjekte, die SCP-040-JP ausgesetzt waren, werden aktiv versuchen, anderen zu erzählen "Da ist eine Katze.". Diejenigen, die diese Idee bis zu einem gewissen Grad verstanden haben, beginnen dieselbe kognitive Anomalie wahrzunehmen, wie die Subjekte, die ursprünglich infiziert wurden. Es ist nicht bekannt, ob die Wirkung durch eine allgemeine Beschreibung übertragen wird oder ob ein bestimmtes Triggerwort existiert, aber da ist eine Katze.
Da ist eine Katze. Es gibt keine Einschränkungen für das Übertragungsmedium, das notwendig ist, die Idee zu vermitteln. Der Effekt kann durch alle Medien, wie Sprache, Geschriebenes, Bilder oder Gemälde übertragen werden. Es wird daher angenommen, dass die Subjekte selbst gar nicht von der Anomalie betroffen sind, sondern dass sie eine Art Überträger der Anomalie sind (siehe hierzu das Dokument [ZENSIERT]). Sie war da. Die betroffenen Subjekte verhalten sich zunächst nicht verdächtig, sodass es schwierig ist zu beurteilen, ob die Person nach dem Durchlaufen der ersten Phase der Anomalie unter dem Einfluss jener steht oder nicht. Es war eine Katze.
Danke im Voraus.
Vorfallsbericht 040-JP-001
Am ██.██.19██ fand ein standortweiter Ausbruch des memetischen Effekts im Standort-8120 statt, nachdem das obige Dokument weitergegeben wurde. Es wird davon ausgegangen, dass das zugewiesene Personal und die Leiter zum Zeitpunkt der Einreichung des Berichts den memetischen Auswirkungen von SCP-040-JP bereits ausgesetzt worden waren. Betroffenes Personal wurde durch Amnesika behandelt oder terminiert. Von diesem Zeitpunkt an sind für alle nachfolgenden Berichte memetische Gegenmaßnahmen anzuwenden.1