Informationen
Name: Der Chaosring
Autor: Dvankki
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Erstellt am: Tue Oct 27 2020
Warnung: Momentan dürfen keine Tests mit SCP-162-DE durchgeführt werden!
Jeglicher Verstoß wird gemeldet und disziplinarisch bestraft. Interviews mit SCP-162-DE-1 sind aber gestattet.
Anleitung zur Herstellung bleihaltigem Wassers:
Um bleihaltiges Wasser herzustellen muss Bleiacetat in Wasser verdünnt werden. Dieses erhält man indem man herkömmliches Blei in Essig löst.
Achtung: Das Wasser ist wegen der entstandenen Toxizität nicht mehr mit anderen Wasserquellen wie Trink- oder Grundwasser zu vermischen.
— Dr. Hartmut Dietrich, leitender Forscher 162-DE
Objekt-Nr.: SCP-162-DE
Klassifizierung: Sicher
Sicherheitsmaßnahmen
SCP-162-DE muss ständig, außer zu Testzwecken, in einem 33 x 46 x 45 cm großen, gänzlich aus Blei bestehenden Safe gelagert werden. Der Safe muss mit einem aus 20 Ziffern bestehenden Zahlencode gesichert sein. Der Zahlencode muss alle 3 Tage oder direkt nach einem Test geändert werden. Außer dem leitenden Forscher Dr. Dietrich darf der Code nur noch dem O4-Rat bekannt sein. Momentan wird SCP-162-DE in Standort-DE24 aufbewahrt. Sollte SCP-162-DE zu Testzwecken aus dem Safe entfernt werden, muss das testende D-Klasse-Personal einen Gürtel aus purem Blei an sich tragen. Dies blockiert die Fähigkeit, SCP-162-DE zu benutzen. Beim Versuch, diesen Gürtel vor Betreten des Testraumes zu entfernen, werden alle, die bei diesem Versuch beteiligt waren, sofort narkotisiert und einer Gedächtnislöschung unterzogen. Das betroffene Personal wird dann auf andere Anomalien aufgeteilt. Der Testraum muss ebenfalls aus 50 cm dickem Blei bestehen. Der Test darf höchstens 15 min dauern und muss vorher von mindestens zwei O4-Mitgliedern sowie von Dr. Dietrich genehmigt werden. Sollte die Zeit von 15 min überschritten werden, muss der Test mit Waffengewalt abgebrochen werden. SCP-162-DE-2 ist umgehend mit bleihaltigem Wasser zu übergießen bis er wieder verschwindet. Für den Fall eines Eindämmungsbruches wurde Prozedur „162-DE-Talon“ entwickelt.
Beschreibung
SCP-162-DE ist ein Ring mit einer Höhe von 2,2 cm. Das Siegel des Ringes ist 1,9 cm breit. Er besteht gänzlich aus 925er Sterling-Silber und wiegt ca. 11 Gramm. Auf der Innenseite ist der Text „Viva Discordia“, übersetzt „Es lebe die Zwietracht“ eingraviert. Es wurde beobachtet, dass sich die Größe des Ringes dem rechten kleinen Finger der Person anpasst, die ihn in den Händen hält. Das Siegel des Ringes zeigt einen Stern, dessen Strahlen in acht verschiedene Richtungen weisen. Die Bedeutung des Symbols ist momentan noch unbekannt. Die anomalen Eigenschaften von SCP-162-DE treten erst auf, wenn der Ring getragen wird. Die tragende Person ist dann fähig, die Realität in geringem Maße zu beeinflussen. Dies beinhaltet das Erscheinen lassen von Dingen wie Essen und Getränken sowie die Veränderung des Raumes in einem Radius von ca. 2 m um SCP-162-DE herum. Bleihaltige Objekte können durch den Träger nicht manipuliert werden. Tests zeigten, dass nach einer Zeit von 15 min eine Entität in Form eines Schattens in der Nähe von SCP-162-DE erscheint. Diese Entität wird als SCP-162-DE-2 bezeichnet. Die Eigenschaften von SCP-162-DE-2 werden in Interviewlog „162-DE-Alpha“ genauer beschrieben.
Entdeckung
Am 06. März █ berichtete ein Agent der Foundation, dass in einem deutschen Vorort in der Nähe von █ merkwürdige Phänomene zu beobachten seien. Der Agent stellte fest, dass die Realität innerhalb dieses Vorortes komplett verrückt zu spielen schien. Er berichtete von Vögeln, die rückwärts flogen und einem Haus, das gut 5 m über der Erde zu schweben schien. Der Agent fand nach mehreren Tagen heraus, dass ein Mann, der im Folgenden als SCP-162-DE-1 bezeichnet wird, SCP-162-DE am Finger trug und dafür verantwortlich war. Er fand auch heraus, dass die Realitätsveränderungen keinen Einfluss auf bleihaltige Objekt zu haben scheinen. Laut Einsatzbericht waren wohl alle Mühen von SCP-162-DE-1, eine mit Blei verstärkte Tür eines Atombunkers zu öffnen, erfolglos. MTF DE8-𝔊 wurde losgeschickt um SCP-162-DE-1 samt SCP-162-DE zu sichern. SCP-162-DE-1 hat sich widerstandslos abführen lassen. Nach der Trennung von SCP-162-DE und SCP-162-DE-1 verschwanden alle Veränderungen der Realität umgehend.
Interviewlog-162-DE-Alpha:
Interviewer: Leitender Forscher SCP-162-DE Dr. Dietrich.
Interviewter: SCP-162-DE-1.
Anmerkung: SCP-162-DE-1 ist bereits mehr als 20 Tage von SCP-162-DE getrennt. SCP-162-DE-1 wurde an Händen und Füßen mit Bleifesseln an seinen Stuhl gekettet. Aufgrund der bestehenden Gefahr einer Bleivergiftung trägt SCP-162-DE-1 einen herkömmlichen Seuchenschutzanzug mit Ausnahme des dazugehörenden Helmes.
Dr. Dietrich: Guten Tag, ich bin Dr. Dietrich. Wie ist Ihr Name?
SCP-162-DE-1: Ich weiß, wer ihr seid. Er sagte mir, dass ihr früher oder später auftauchen würdet.
Dr. Dietrich: Von wem sprechen Sie? Wer hat Ihnen gesagt, dass wir kommen?
SCP-162-DE-1: Er ist Gott. Der einzig Wahre. Er wird kommen und diese Welt als die seine beanspruchen.
Dr. Dietrich: [lächelt milde] Wenn Sie mir Ihren Namen nicht verraten wollen, werde ich Sie ab jetzt 162-DE-1 nennen. Ist das in Ordnung?
SCP-162-DE-1 zuckt mit den Schultern.
SCP-162-DE-1: Wann bekomme ich meinen Ring zurück?
Dr. Dietrich: Es müssen vorher noch einige Tests gemacht werden. Was genau ist so besonders an Ihrem Ring?
SCP-162-DE-1: Er hat ihn mir gegeben. Er hat mich auserwählt, seine Macht zu tragen.
Dr. Dietrich: Können Sie Ihren Gott beschreiben? Haben Sie ihn gesehen oder mit Ihm gesprochen?
SCP-162-DE-1: Er erscheint mir nur in der Form eines Schattens. Er sprach zu mir. Aber seine Stimme… ich höre sie nicht mehr.
SCP-162-DE-1 versucht sich aus seinen Fesseln zu befreien. Dr. Dietrich lässt ihn gewähren. SCP-162-DE-1 scheint nach ca. 5 min keine Kraft mehr zu haben.
SCP-162-DE-1: Geben Sie ihn mir wieder zurück. Ich bin der einzige, der ihn kontrollieren kann. Ich bin der Auserwählte.
Dr. Dietrich: Ich glaube, Sie sind nur zufällig der Erste, der den Ring am Finger hatte. Durch unsere Tests hat sich gezeigt, dass SCP-162-DE-2 jedem erscheint, der den Ring trägt.
SCP-162-DE-1 scheint schockiert: Nein, ich glaube Ihnen nicht. Er sagte zu mir, ich sei es. Er hat mir sein Wort gegeben.
SCP-162-DE-1 versucht sich erneut, diesmal heftiger von seinen Fesseln zu befreien. Dr. Dietrich beendet das Interview indem er den Wachen befiehlt SCP-162-DE-1 wieder in seine Zelle zu bringen.
Anmerkung O4-██
Ich teile die Meinung von Dr. Dietrich. Dennoch haben wir im Falle eines Eindämmungsbruches Szenario „162-DE-Talon“ entwickelt. Dies sollte gewährleisten, dass SCP-162-DE nicht in falsche Hände gelangt. Die Einzelheiten des Szenarios sind Dr. Dietrich bekannt.
Test-Protokoll 001-162-DE:
Testsubjekt: D-2104, 25 Jahre, männlich
Anmerkung: Dies ist der erste Test mit SCP-162-DE.
D-2104 wird SCP-162-DE übergeben. D-2104 trägt einen Gürtel aus purem Blei an sich. Um eine Bleivergiftung zu vermeiden hat man D-2104 einen herkömmlichen Seuchenschutzanzug zur Verfügung gestellt.
D-2104 wird von zwei Sicherheitskräften zum Testraum eskortiert.
D-2104 betritt die Testkammer. Diese ist ein viereckiger Raum mit den Maßen 6 x 8 x 6 m. Die Decke, der Boden und die Wände sind vollständig mit Bleiplatten bedeckt. Zur Kommunikation mit den Testsubjekten wurden Lautsprecher und für den visuellen Kontakt Kameras installiert.
Der Test beginnt. D-2104 bekommt die Erlaubnis seinen Bleigürtel auszuziehen.
Nach zwei Minuten erkennt das Überwachungsteam die erste Veränderung der Realität. D-2104 lässt seinen Schutzanzug verschwinden trägt anstelle davon einen Smoking samt Krawatte.
Im Laufe des Tests verändert D-2104 weiter den Raum, indem er sich einen Fernseher, ein Sofa und einen Kasten Bier erscheinen lässt.
Nach 15 min erkennt das Überwachungsteam eine schattenhafte Gestalt in der hinteren, linken Ecke. Im Folgenden wird die Entität SCP-162-DE-2 genannt. SCP-162-DE-2 ist nach einem kurzen flackern der Überwachungsmonitore auf dem Bildschirmen erschienen.
D-2104 wird über Lautsprecher auf SCP-162-DE-2 aufmerksam gemacht und aufgefordert sich zu nähern. D-2104 lässt für sich ein Jagdmesser erscheinen und geht langsam auf SCP-162-DE-2 zu. Da SCP-162-DE-2 auf den Überwachungsmonitoren nicht gut zu erkennen ist wird D-2104 aufgefordert diese zu beschreiben. Doch D-2104 kommt der Aufforderung nicht nach. Stattdessen lässt D-2104 das Messer fallen und fällt vor SCP-162-DE-2 auf die Knie.
An dieser Stelle beginnen die Monitore zu flackern und aus den Lautsprechern der Überwachungszentrale dringt nur noch Rauschen.
Dr. Dietrich beschließt das Experiment abzubrechen und schickt vier Sicherheitskräfte in den Testraum.
Doch als die Sicherheitskräfte den Raum betreten ist dieser leer. D-2104 als auch SCP-162-DE-2 sind verschwunden. SCP-162-DE liegt auf dem Boden in der Ecke, in der D-2104 zuletzt vor SCP-162-DE-2 kniete. SCP-162-DE wurde gesichert und wieder in den Safe geschlossen.
Ende des Tests.
Test-Protokoll 002-162-DE:
Testsubjekt: D-8833, 40 Jahre, weiblich
Anmerkung: Wir hatten Glück, dass wir SCP-162-DE im ersten Test nicht direkt verloren haben. Wir werden in diesem Test keinen Kontakt mit SCP-162-DE-2 aufnehmen und uns mehr auf die Möglichkeiten der Realitätsveränderungen von SCP-162-DE konzentrieren. Es wurde eine Sprinkleranlage in den Testraum eingebaut um SCP-162-DE-2 mit bleihaltigem Wasser zu übergießen. Dies sollte SCP-162-DE-2 zum Verschwinden bringen.
D-8833 wird SCP-162-DE übergeben. D-8833 trägt einen Gürtel aus purem Blei an sich. Um eine Bleivergiftung zu vermeiden hat man D-8833 einen herkömmlichen Seuchenschutzanzug zur Verfügung gestellt.
D-8833 wird von zwei Sicherheitskräften zum Testraum eskortiert.
D-8833 betritt die Testkammer.
Der Test beginnt. D-8833 bekommt die Erlaubnis ihren Bleigürtel auszuziehen.
Es dauert dieses Mal nur knapp 30 Sekunden bevor die erste Veränderung auftritt.
D-8833 lässt eine Regenwolke über sich erscheinen. Diese regnet aber kein Wasser sondern Schokoladenmilch ab. Auf die Frage, was das solle, antwortete D-8833, dass sie unheimlich Lust auf einen Kakao hatte. Sie lässt sich einen Becher erscheinen und füllt diesen mit Schokoladenmilch.
Dann beginnt D-8833 sich im Raum umzusehen. Sie geht im Raum umher und fängt an die Wände zu untersuchen. Die Aufforderung damit aufzuhören wird von D-8833 ignoriert.
Dr. Dietrich wird von einem Mitarbeiter gefragt, ob dieser den Test abbrechen solle. Dr. Dietrich verneint dies. Der Test wird fortgesetzt.
Nachdem D-8833 den Raum vier Mal abgelaufen war, lässt sie sich eine Flasche mit Wein und ein Glas erscheinen und setzt sich in die Mitte des Raumes direkt auf den Boden.
Sie reagierte auf keine Aufforderungen wieder aufzustehen. Dr. Dietrich vermutet, dass sie auf SCP-162-DE-2 wartet.
Wieder exakt nach 15 min erscheint SCP-162-DE-2 in der hinteren, linken Ecke der Testkammer. Sofort werden die Sprinkler in dieser Ecke aktiviert. D-8833 schreit auf und rennt auf SCP-162-DE-2 zu.
Da höchste Gefahr bestand SCP-162-DE zu verlieren sendete Dr. Dietrich Vier Sicherheitskräfte in den Testraum. Diese neutralisierten D-8833.
SCP-162-DE-2 verschwindet.
SCP-162-DE wird von den Sicherheitskräften gesichert und zurück in den Safe geschlossen.
Ende des Tests.