SCP-275-DE : Reinigungsroboter BEA

Informationen

Name: Reinigungsroboter BEA
Autor: Gramlin
Bewertung: 0/6
Erstellt am: Thu Feb 25 2021
Objekt-Nr.: SCP-275-DE
Klassifizierung: Euclid

Sicherheitsmaßnahmen

SCP-275-DE ist in einem klinisch sterilen und weißen Reinraum im Standort-DE10 aufzubewahren und benötigt darin keinerlei Einrichtung außer SCP-275-DE-A. Der Sicherheitsbereich benötigt zwar keine Reinigung, da SCP-275-DE sich selbst darum kümmert, aber es ist davon abzuraten, Schmutz, Staub oder andere Verunreinigungen jeglicher Art in diesen einzuführen.

Personal darf den Bereich nur mit möglichst sterilen Sicherheitsanzügen betreten, welche in der Nähe gelagert werden. Vor dem Eintritt werden diese zusätzlich mit starkem Desinfektionsmittel behandelt, um sicherzugehen, dass keine Verunreinigungen hineingelangen.

Das Betreten der Zelle sowie der Transport von SCP-275-DE sollten nur erfolgen, solange es sich im Ruhemodus in SCP-275-DE-A befindet. Es ist Personal untersagt, sich SCP-275-DE-A mehr als einen m zu nähern, solange SCP-275-DE sich nicht in seiner Ruhephase befindet.

Versuche benötigen eine Genehmigung des örtlichen Standortleiters und sind nur Forschungspersonal der Stufe 3 oder höher gestattet.

Sollte SCP-275-DE aggressives Verhalten zeigen, ist es erforderlich, speziell dafür vorbereiteten Müll zu verteilen, um eine Ablenkung zu bieten.

Beschreibung

SCP-275-DE ist ein zylindrischer, weißer Staubsaug-Roboter ohne Hinweise irgendeines Herstellers mit den Maßen 34 cm x 34 cm x 10 cm. In der Mitte hat es, entgegen ähnlicher Modelle, statt Bedienungstasten einen kleinen schwarzen Display-Bildschirm, welcher gelegentlich blaue Muster zeigt, die Smileys ähnlich sind und den Gemütszustand von SCP-275-DE wiederspiegeln.

SCP-275-DE ist empfindungsfähig und kann mittels weiblicher Computerstimme kommunizieren, wird aber fast ausschließlich über Reinigungsarbeiten und Methoden der Hygiene sprechen. Auch hat es seitlich mehrere runde Öffnungen mit je 5 cm Durchmesser, die es verschlossen hält und nur dann öffnet, wenn SCP-275-DE diese für seine Arbeit benötigt.

SCP-275-DE sieht es als seine Aufgabe sein Umfeld absolut steril und sauber zu halten. Dabei gleitet es nicht nur über den Boden, sondern kann auch senkrecht Wände hoch und Decken entlangfahren, ohne herunterzufallen, wobei Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h festgestellt werden konnten.

Es konnte herausgefunden werden, dass SCP-275-DE sowohl Sensoren zur Erkennung von Bildern und zur Wahrnehmung von Tönen als auch zum Identifizieren von diversen Gerüchen besitzt. Dies demonstierte es, indem es bei dem Geruch von starken Desinfektions- und Reinigungsmitteln in seiner Nähe ruhiger reagierte als bei üblen Gerüchen wie verdorbene Lebensmittel, die es dazu brachten, panisch nach der Quelle zu suchen, um diese zu beseitigen.

Auch besitzt es mehrere Features zur Beseitigung verschiedener Arten von Verunreinigungen, die sich in den Öffnungen verbergen, bis sie zum Einsatz kommen.

Beobachtete Funktionen von SCP-275-DE beinhalteten:

  • Einen Staubwedel mit Mikrofasern
  • eine Art Arm mit 10 Fingern mit jeweils einer austauschbaren Reinigungsbürste verschiedenster Größen an jedem dieser Finger
  • Greifarme mit bis zu einem Meter langen Armen zum Fassen und Heben entfernter oder schwerer Objekte
  • Saugschläuche zum Saugen in engeren Bereichen
  • Schläuche mit Hochdruck-Sprühöffnungen mit verschiedenen Reinigungsflüssigkeiten wie etwa Flüssigseife oder Reinigungsbenzin
  • einen gesonderten Schlauch, welcher nach jeder Reinigung ein starkes Desinfektionsmittel versprüht

Auch bewies SCP-275-DE, dass es zusätzliche Funktionen besitzt, die eigentlich nicht zu Reinigungszwecken dienen, aber diese ausschließlich für solche Zwecke benutzten wird, wie etwa Narkosepfeile oder Handschlaufen.1

Am Fuß, wo sich die Saugvorrichtung befindet, befinden sich Borsten zum Fegen, die es, je nach Bedarf, einziehen und durch andere Reinigungswerkzeuge ersetzen kann. Beobachtet wurden dabei unter anderem die Nutzung von Schwämmen verschiedenster Materialien, Drahtbürsten, Stahlwolle, Staubtücher, Bürsten zum Schrubben, Handtücher, Scheibenwischer und Schleifpapier mit verschieden starker Körnung.

Nicht mehr benötigte Features zieht es nach den erledigten Aufgaben wieder in die jeweiligen Öffnungen zurück. Sämtliche Teile sind so konzipiert, dass sie aus den Öffnungen ausgefahren und anschließend wieder zurückgezogen werden können, sei es durch die passende Größe, durch starke Komprimierung oder durch Zusammensetzen einzelner ausgeschiedener Teile.

Wie es diese enormen Mengen in sich aufbewahrt ist derzeit unbekannt. Bisher konnte auch nicht beobachtet werden, wie es aufgebrauchte Gegenstände oder Flüssigkeiten nach Gebrauch nachfüllt oder aufgenommene Verschmutzungen extern entsorgt.2

Je nach Art der Reinigungsarbeiten wird SCP-275-DE nach einer gewissen Zeit sich für mindestens eine Stunde an SCP-275-DE-A andocken, um sich aufzuladen. Bei SCP-275-DE-A handelt es sich um die beigefügte weiße Ladestation von SCP-275-DE, die ebenfalls keinerlei Hinweise auf den Hersteller bietet. Sie hat das für Ladestationen ähnlicher Typen passenden Aussehen und ähnliche Maße, ist aber mit knapp 15 kg Gewicht ungewöhnlich schwer. Auch scheint diese keine externen Stromanschlüsse zu besitzen. Eine genauere Untersuchung von SCP-275-DE-A, etwa zur Ermittlung der Energiequelle, ist bisher gescheitert, da SCP-275-DE ungewöhnlich aggressiv reagierte, wenn man diese während ihrer Wachphase versuchte zu entnehmen.

SCP-275-DE entfernt sich nur selten aus einem Umkreis von mehr als 100 m3 von SCP-275-DE-A und scheint auch immer in der Kenntnis von dem exakten Standorts, Zustands und Umfeldes von SCP-275-DE-A zu sein, selbst wenn der Sichtkontakt abgebrochen ist. Wenn sich etwas unerlaubt SCP-275-DE-A nähert, wird SCP-275-DE dies merken und auf dem schnellstmöglichen Weg zurück zu SCP-275-DE-A begeben, um es bei Bedarf zu beschützen.

Ohne große Reinigungen kann SCP-275-DE bis zu 22 Stunden ununterbrochen aktiv sein und benötigt nur zwei Stunden Ruhe, ehe es wieder seinen Aufgaben nachgeht. Während dieser Ruhephase scheint es in eine Art Tiefschlaf zu verfallen und wird sein Umfeld nicht wahrnehmen. Dies kann genutzt werden, um Versuchsobjekte in den Testbereich zu bringen oder es an einen anderen Ort zu transportieren. Versuche, SCP-275-DE-A während der Ruhephase von SCP-275-DE zu untersuchen lösen einen Alarm aus, welcher SCP-275-DE augenblicklich weckt.

Sollte SCP-275-DE nach dieser Ruhephase erwachen und Verunreinigungen feststellen, die vorher nicht da waren, wird es je nach Grad der Verunreinigungen erschrocken bis panisch reagieren und sich sofort daran machen, diese zu beseitigen.

Entdeckung

SCP-275-DE wurde am 16. März 20██ in einer Dreizimmerwohnung in Kiel entdeckt, nachdem die panische Vermieterin des Hauses sich bei der örtlichen Polizei meldete. Dort berichtete sie davon, dass sie von einer sprechenden Maschine angegriffen wurde, als sie nach der Mieterin in ihrer Wohnung sehen wollte, die seit längerem nicht mehr erreichbar war.
Agent Marx, der zu dieser Zeit verdeckt im Polizeipräsidium tätig war, wurde aufmerksam und begab sich mit Agent Hasemann zu besagter Wohnung. Sie fanden, trotz der langen Abwesenheit der Mieterin, die Wohnung in einem einwandfreien steril-sauberen Zustand ohne Spuren von Staub oder anderen Verunreinigungen vor. SCP-275-DE wurde während einer Ruhephase in SCP-275-DE-A vorgefunden und wurde für nähere Untersuchungen zum in der Nähe befindlichen Standort-DE17 transportiert, wo es eine halbe Stunde später aufwachte und sofort damit begann, seine Eindämmungszelle zu reinigen. Nachforschungen bezüglich der verschwundenen Mieterin ergaben, dass sie unter Mysophobie4 und einem damit verbundenen erhöhten Reinigungszwang litt.

SCP-275-DE wurde während der darauffolgenden Woche innerhalb einer sterilen Transporteinheit zum seinem aktuellen Standort-DE10 transportiert.

Vorwort

Es wurden mehrere Versuche bezüglich der Verhaltensweisen und Reinigungsfähigkeiten von SCP-275-DE gemacht. Die jeweiligen Testobjekte und –subjekte wurden in die Eindämmungskammer eingeführt während SCP-275-DE an SCP-275-DE-A angeschlossen ruhte. Die Tests begannen, sobald es seinen Betrieb aufnahm.

Versuchsaufbau

1 Kilo Blumenerde wird über den Boden verteilt und dann eingerieben.

Ergebnis

SCP-275-DE gab einen panischen Schrei von sich, ehe es sofort damit begann, den Boden mit enormer Saugkraft entlangzufahren. Anschließend versprühte es eine Mischung aus warmen Wasser, Allzweckreiniger und Desinfektionsmittel und wischte mittels eines Mopp-Aufsatzes den Boden gründlich, bis sämtliche Verschmutzungen beseitigt wurden.

Versuchsaufbau

Ein weißer Teppich mit Rotweinflecken wird in das Versuchsareal gelegt.

Ergebnis

SCP-275-DE reagierte mit einem erschreckten Aufschrei und streute eine größere Portion Salz auf den Fleck, lies dieses einwirken und bürstete den Fleck anschließend mit warmen Wasser weg. Anschließend föhnte es die verschmutzte Stelle. Am Ende saugte es nochmals den Teppich gründlich und besprühte ihn mit seinem Desinfektionsmittel. Keine Flecken oder Verunreinigungen wurden bei der anschließenden Untersuchung gefunden.

Versuchsaufbau

Kein direkter Aufbau. Während eines Eindämmungsbruchs von SCP-███-DE am 14.11.2018 im Standort-DE10 war aufgrund technischer Probleme die Sicherheitstür der Eindämmungskammer von SCP-275-DE geöffnet worden und der Flurbereich vor dieser war für zwei Stunden unbeaufsichtigt gewesen.

Ergebnis

Nachdem SCP-███-DE wieder erfolgreich eingedämmt werden konnte und der normale Betriebsablauf aufgenommen wurde, stellten die eintreffenden Forscher die ungewöhnliche Sauberkeit des Flures fest. Der Linoleum-Boden war ohne irgendwelche Restspuren gebohnert worden und sowohl Wände als auch Decke waren perfekt gereinigt. Selbst alte Flecken, die das Reinigungspersonal damals nicht beseitigen konnte, waren spurlos verschwunden. SCP-275-DE befand sich nach dem Ereignis in seiner Ladestation und war für 2 Stunden nicht ansprechbar.5

Versuchsaufbau

SCP-275-DE wurde während seiner Ruhephase in Test-Raum 4-09 gebracht, in welches vorher ein Versuch mit SCP-███-DE und D-Klasse-Personal getätigt wurde, welches mit dem Tod des Personals endete und den Raum überall mit Blut und anderen organischen Materialien verunreinigte.

Ergebnis

SCP-275-DE stieß einen lauten Alarmschrei aus und machte sich sofort daran, mittels starkem Reinigungsalkohol, diversen Bürsten und Lappen, den Boden und die Wände des Raumes zu reinigen. Reste von Fleisch saugte es mit angeekelten Lauten auf. Dabei fuhr es auch über die Wände und an der Decke entlang. Nachdem es alle Blutspuren restlos entfernt hatte, versprühte es großzügige Mengen an Desinfektionsmittel.6

Versuchsaufbau

Der Forscherkittel von Forscher Patschewski, der schon etliche Fettflecken aufgrund seiner Essgewohnheiten aufwies.

Ergebnis

SCP-275-DE machte einen erschrockenen Eindruck, ehe es die Flecken mit Gallseife vorbehandelte, diese mehrere Minuten einwirken lies und anschließend mehrmals gründlich mit kochend heißem Wasser den Kittel abspülte, ehe es diesen zum Trocknen aufhing und anschließend mit Desinfektionsmittel behandelte. Paschewski bestätigte nach dem Test, dass sein Kittel seit seinem ersten Arbeitstag niemals so sauber war.7

Versuchsaufbau

Diverses Geschirr, gesammelt aus dem Sammelsurium der Kaffeeküche des Forschungspersonals.

Ergebnis

SCP-275-DE stieß einen entsetzten Schrei aus und machte sich sofort daran, das Geschirr mit warmen Wasser und Spülmittel zu besprühen und anschließend gründlich mit einem Reinigungsschwamm und Bürste abzuwaschen. Mittels Föhn wurde das Geschirr im Anschluss getrocknet und mit Desinfektionsmittel nachbehandelt. Selbst eingetrocknete Kaffee- und Tee-Reste, resultierend aus jahrelanger Nutzung, sind spurlos entfernt worden.8

Versuchsaufbau

SCP-275-DE wird ins Büro von Dr. Männelein aufgestellt, der für seine unordentliche Arbeitsweise bekannt ist.

Ergebnis

Keines. Das Experiment wurde von der Standortleitung abgebrochen, ehe SCP-275-DE aus seiner Ruhephase erwachen konnte, und es wurde zurück in seine Eindämmungszelle gebracht.

Hinweis der Standortleitung

"Nachdem mich jemand vom Reinigungspersonal fragte, ob er SCP-275-DE für „Experimente“ zur Reinigung nutzen könnte, muss ich Sie darauf hinweisen, dass ab sofort alle Versuche an SCP-275-DE meine persönliche Genehmigung benötigen! Lästige Reinigungsarbeiten als „Versuchsaufbau“ zu tarnen wird hier nicht mehr akzeptiert und wird Disziplinarmaßnahmen nach sich ziehen! Die Foundation bezahlt doch das Reinigungspersonal nicht zum Spaß! Macht gefälligst selber sauber!"

- O4-10

Versuchsaufbau

Ein Tablett, bestückt mit gläsernen Probebehältern mit verschiedenen, stark ansteckenden Erregern, sowie einige Proben von SCP-133-DE-V, SCP-███-DE und SCP-███, wird in das Testareal gebracht.

Ergebnis

SCP-275-DE löste einen ohrenbetäubenden Alarm aus, ehe es auf das Tablett zuraste und es mit einer Mischung verschiedener, starker Desinfektionsmittel und starkem Reinigungsalkohol besprühte. Dies machte es ununterbrochen über eine Stunde lang, bis es sich sicher war, auch den letzten Erreger vernichtet zu haben. Anschließend wischte es die Oberfläche gründlich ab und sprühte noch einmal Desinfektionsmittel darüber. Anschließende mikroskopische Untersuchungen ergaben keinerlei Spuren von Erregern oder irgendwelcher mikroskopischer Aktivitäten auf der Platte.9

Versuchsaufbau

Eine Grasfläche von 1 m wurde in SCP-275-DEs Eindämmungszelle gebracht.

Ergebnis

SCP-275-DE gab einen lauten Alarm von sich und machte sich daran, die gesamte Erde einschließlich des Pflanzenmaterials aufzusaugen. Anschließend desinfizierte es gründlich den nun wieder leeren Zellenboden und legte ein Stück sterilen Plastikrasen10, welcher aus seiner Öffnung kam, von gleicher Größe an denselben Platz.11

Versuchsaufbau

D-8767, männlich, 22 Jahre, soll zuerst seine Hand so gut wie möglich waschen und anschließend seine Hand durch eine Durchreiche in die Eindämmungskammer von SCP-275-DE durchstecken.

Ergebnis

SCP-275-DE reagierte angewidert, packte die Hand von D-8767 fest mit einer metallischen Schlaufe und begann, die Hand für 10 Minuten mit Seife, destilliertem, heißen Wasser und Desinfektionsmitteln zu reinigen. D-8767 empfand dies als unerträglich schmerzhaft und brennend, konnte aber, trotz aller Kraftanstrengungen, sich nicht aus dem Griff befreien. Nachdem die Hand gereinigt worden war, entließ SCP-275-DE D-8767 mit einem zufriedenen Piepen.

Durch die starke Reinigung war die Haut spröde und trocken geworden, juckte sehr stark und wies starke Rötungen, teilweise Verbrennungen, Verätzungen, Risse und allergische Reaktionen auf. Dermatologische Tests ergaben, dass die Haut keinerlei Hautflora mehr aufwies, auch nicht die, die normal für eine gesunde Hautoberfläche wäre.

Versuchsaufbau

D-9568, männlich, 26 Jahre, wurde in den Eindämmungsbereich von SCP-275-DE gebracht, nachdem er aus Protest sich den Hygienevorschriften für D-Klasse-Personal widersetze und für drei Wochen sämtliche Körperhygiene eingestellt hatte.

Ergebnis

SCP-275-DE gab einen ohrenbetäubenden Alarm von sich, ehe es eine Art Narkosepfeil gegen D-9568s Hals schoss. Innerhalb weniger Minuten war D-9568 unfähig zu jeglichen Bewegungen oder Lauten, schien jedoch bei Bewusstsein zu sein, als SCP-275-DE sich ihm näherte. Mit Lauten des Ekels sprühte es D-9568 mit einer Mischung aus kochendem Wasser, Essigessenz und ätzenden Desinfektionsmitteln ab. Dies führte bei D-9568 zu Verbrennungen und Verätzungen der Haut, Augen und Atemwege. Kurz darauf starb D-9568 aufgrund des daraus resultierenden Schocks.

SCP-275-DE begann daraufhin, mittels einer harten Bürste, D-9568 abzuschrubben, was die Haut noch mehr reizte und für Wunden sorgte, aus denen sogar schon Blut floss. SCP-275-DE lies daraufhin einen noch lauteren Alarm erklingen und verstärkte seinen Reinigungsdrang um ein Vielfaches. Fleisch, welches es dabei im Anschluss abrieb, saugte es mit angewiderten Lauten auf. Bevor es am Ende zu den Knochen gelangen konnte, war es gezwungen, sich an SCP-275-DE-A anzuschließen und in die Ruhephase einzutreten.

D-8767 wurde aus der Zelle entfernt und nach ausführlichen Untersuchungen eingeäschert.

Versuchsaufbau

D-4141, die einen desinfizierten Schutzanzug trug, wurde aufgetragen, sich SCP-275-DE während seiner Wachphase zu nähern und zu versuchen, es auf die Rückseite zu drehen.

Ergebnis

SCP-275-DEs Display zeigte ein Fragezeichen, als sich D-4141 näherte und zu diesem sich herabbeugte. Als ihre Hände sich SCP-275-DE näherten, ermahnte es sie, sie bitte nicht anzufassen. D-4141 zögerte, wurde jedoch von den Forschern aufgefordert, fortzufahren. Als die Finger von D-4141 berührten, färbte sich ihr Display rot und stieß einen extrem lauten Alarm aus12, welcher D-4141 schmerzerfüllt auf den Boden fallen und an ihren Helm fassen ließ. Der Alarm wurde für eine Minute fortgesetzt, bis D-4141 keine Reaktionen mehr zeigte.

Da D-4141 nicht mehr in der Lage war zu reagieren und sie durch den Schutzanzug geschützt war, spitzte SCP-275-DE noch etwas Desinfektionsmittel auf D-4141, ehe es sich von ihr abwendete. D-4141 wurde aus dem Versuchsareal geholt. D-4141 erlitt einen permanenten Hörschaden.

Versuchsaufbau

SCP-275-DE wird mittels eines im Boden installierten Schalters auf die Rückseite gedreht.

Ergebnis

SCP-275-DE lag eine Minute auf dem Boden. Da die Lautsprecher anscheinend an der Rückseite angebracht waren hörte man nur ein unverständliches Murmeln13.

Es wirbelte dabei mehrmals auf dem Boden herum, mit dem Versuch, zurück auf die Räder zu kommen, die sich ebenfalls schnell drehten. Die Borstenfunktion wechselte dabei mehrmals auf mehrere andere Funktionen um, wobei die Lautstärke des Murmelns lauter und aggressiver wurde. Schließlich wirbelte es gegen die Wand des Forschungsareals14.

Aus einem seiner seitlichen Öffnungen streckte sich ein Greifarm heraus, welcher SCP-275-DE abstützte und es so gegen die Wand drückte, dass es sich an diese haften und entlangfahren konnte.

Das Display zeigte ein peinlich berührtes Gesicht, ehe es weiter seinen Aufgaben nachging.

Versuchsaufbau

D-3690, der einen desinfizierten Schutzanzug trug, wurde aufgetragen, SCP-275-DE-A während der Wachphase von SCP-275-DE aus dem Bereich zu entfernen.

Ergebnis

Als D-3690 sich dem Objekt näherte merkte SCP-275-DE dies und bewegte sich vor D-3690 mit einem lächelnden Gesicht auf dem Display und bat D-3690 freundlich darum, sich SCP-275-DE-A nicht weiter zu nähern.

Trotz der Bitte von SCP-275-DE wurde D-3690 von den Forschern dazu aufgefordert, mit der Entnahme fortzufahren. D-3690 ignorierte die Bitte von SCP-275-DE und stellte sich direkt vor SCP-275-DE-A. Daraufhin färbte sich das Display von SCP-275-DE gelb und zeigte ein neutrales Gesicht, während es gegen D-3690s rechten Fuß stieß und mit neutraler Stimme darum bat, das Umfeld von SCP-275-DE-A zu verlassen.

D-3690 wurde dazu angewiesen, SCP-275-DE weiterhin zu ignorieren und SCP-275-DE-A anzuheben. D-3690 beugte sich vor, um SCP-275-DE-A aufzuheben. SCP-275-DEs Display färbte sich orange und es spritzte mit einem seiner Schläuche mehrere Stöße stark riechendem Desinfektionsmittel in Richtung des Gesichtes von D-3690, welcher aber durch das Visier des Schutzanzuges davor geschützt war. SCP-275-DE machte dabei zischende und mahnende Laute, ähnlich die, die man macht, um ein Hund oder eine Katze wegzuscheuchen.

D-3690 hob trotz der Angriffe von SCP-275-DE SCP-275-DE-A einige Zentimeter vom Boden an. SCP-275-DE aktivierte daraufhin einen anderen Schlauch, der einen Strahl einer ätzenden Säure zielgenau auf das Schutz-Visier von D-3690s Schutzanzug schoss. Die Flüssigkeit ätze durch das Visier, was D-3690 dazu veranlasste, SCP-275-DE-A fallenzulassen und den Helm panisch abzuwerfen. SCP-275-DEs Display leuchtete rot und zeigte ein wütendes Gesicht und es ermahnte D-3690, dass dies eine letzte Warnung sein wird.

D-3690 ignorierte weitere Aufforderungen der Forscher und rannte zur Eindämmungstür, um gegen diese zu hämmern und nach dem Ausgang zu verlangen. SCP-275-DE schoss einen Narkosepfeil in D-3690s Nacken, der daraufhin zu Boden ging. Anschließend fuhr SCP-275-DE seine längeren Reinigungsborsten aus, die sich so schnell routierten, dass sie ein sirrendes Geräusch von sich gaben. Bevor SCP-275-DE sich D-3690 nähern und ihn „reinigen“ konnte wurde Abfall in die entgegengesetzte Wandseite eingeführt, was SCP-275-DE ausreichend ablenkte, um D-3690 aus dem Testbereich zu entfernen.

Datum

  1. Juni 20██

Interviewter

SCP-275-DE

Interviewer

Dr. Männelein

Vorwort

Das Interview fand einen Monat später im Standort-DE10, dem aktuellen Eindämmungsstandort von SCP-275-DE, statt. SCP-275-DE war durch eine 5 cm dicke Plexiglas-Scheibe von Dr. Männelein getrennt. Das Interview fand per Sprechanlage statt. Kameras beobachteten SCP-275-DEs Display, um dessen emotionalen Zustand im Blick zu behalten. Vor dem Interview war SCP-275-DE eine Stunde lang beschäftigt gewesen, dessen Bereich zu reinigen und zu desinfizieren.

Dr. Männelein

Hallo, SCP-275-DE.

Display von SCP-275-DE zeigt ein lächelndes Gesicht.

SPC-275-DE

Hallo, Herr Doktor! Sie müssen nicht so förmlich sein, wir sind hier schließlich unter uns. Nennen Sie mich doch einfach BEA.

Dr. Männelein

Also gut, BEA. Wie geht es dir?

Display von SCP-275-DE zeigt ein freudiges Gesicht mit herzförmigen Augen.

SCP-275-DE

Es geht mir sehr gut hier! Ich meine, alles ist so sauber und steril.

Display von SCP-275-DE zeigt ein angenervtes Gesicht.

SCP-275-DE

Sieht man mal von dem Dreck ab, den Ihre Kollegen immer wieder bei mir reinbringen.

Display von SCP-275-DE zeigt ein entsetztes Gesicht.

SCP-275-DE

Das ist immer wieder ein Albtraum, das sauber zu bekommen!

Dr. Männelein

Tut mir Leid, das zu hören. Aber es gehört nun mal zu unseren Versuchen dazu, um deine Effektivität zu testen.

Display von SCP-275-DE zeigt ein grinsendes Gesicht.

SCP-275-DE

Kein Problem, ich bin ja schließlich dafür gemacht.

Dr. Männelein

Da wir davon sprechen: Woher kommst du eigentlich? Wer hat dich gemacht?

Display von SCP-275-DE zeigt ein nachdenkliches Gesicht.

SCP-275-DE

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Die jüngste Erinnerung, die ich habe, ist, dass ich in einer weißen Wohnung aufgewacht bin. Alles war weiß und sauber und es roch nach Zitrone und Desinfektionsmittel.

Display von SCP-275-DE zeigt ein Smiley mit Herzen statt Augen.

SCP-275-DE

Es war so schön. Wenn auch bei weitem nicht perfekt.

Display von SCP-275-DE zeigt wieder ein nachdenkliches Gesicht mit Fragezeichen um dieses herum.

SCP-275-DE

Ich konnte noch immer die Präsenz von Schmutz wahrnehmen. Minimal, aber sie war vorhanden. Und da kam sie.

Display von SCP-275-DE zeigt ein entsetztes Gesicht.

SCP-275-DE

Da war diese Frau! Sei trug einen Pullover, eine Schürze, Gummihandschuhe und einen Mundschutz. Sie roch zwar nach Seife und Desinfektionsmittel, aber auch nach Dreck und Schweiß. Sie sagte was von „Eigentlich sollte es jetzt laufen, wenn dieser Verkäufer recht hatte…“

Dr. Männelein

Meinst du vielleicht diese Frau?

Dr. Männelein zeigt ein Foto von der Mieterin, in deren Wohnung SCP-275-DE gefunden wurde. Das Display zeigt darauf ein nachdenkliches Gesicht, gefolgt von einem Ausrufezeichen.

SCP-275-DE

Ich glaube schon, aber bin nicht sicher, schließlich trug sie eine Atemschutzmaske und andere Kleidung.

Dr. Männelein

Und was passierte dann?

Display von SCP-275-DE zeigt ein lächelndes Gesicht.

SCP-275-DE

Was wohl? Ich habe sofort mit dem Reinigungsprotokoll begonnen! Nachdem ich meine bewährte Mischung aus kochendem Wasser, Seife, Essig und Desinfektionsmitteln über sie gespritzt habe und sie in der richtigen Position war, konnte ich mit der Reinigung beginnen.

Display von SCP-275-DE zeigt ein genervtes Gesicht.

SCP-275-DE

Das war vielleicht nervig, das können Sie mir glauben, Herr Doktor. Diesen Lärm, den sie machte und wie sie immer versucht hatte, mich von sich zu stoßen. Seither benutzte ich bei solchen Fällen lieber zuerst meine Spezialpfeile. Aber das Schlimme war, dass es immer schlimmer wurde.

Display von SCP-275-DE zeigt ein entsetztes Gesicht.

SCP-275-DE

Also ich putze und schrubbe und schabe so vor mich hin. Und auf einmal gab es überall Blutflecke! Wissen Sie, wie schwer es ist, das von weißen Oberflächen zu beseitigen? Ich musste so viel Salz hinzufügen, was ja ein bewährtes Mittel ist, aber je mehr ich putzte desto mehr wurde es! Ich dachte, ich werde nie fertig! Gut, später war sie dann jedenfalls still und ich konnte in Ruhe weitermachen. Aber das Blut wurde nicht weniger, im Gegenteil! Da flogen beim Schrubben überall noch Fleischbrocken hin und dann dieser eklige, faulige Gestank von der gammeligen Masse, die da später raus kam…

Display von SCP-275-DE zeigt ein angeekeltes Gesicht.

SCP-275-DE

Das hat mich fast zwei Tage gekostet, das alles weg zu machen. Und ich habe fast alle meine Gerätschaften und Reinigungsmittel verwenden müssen. Sogar meine gröbsten Schleifvorrichtungen! Am Ende war zum Glück doch nichts mehr übrig, was mein Heim dreckig machte.

Display von SCP-275-DE zeigt ein beschämtes Gesicht.

Dr. Männelein

Ich… Verstehe…

Display von SCP-275-DE zeigt ein überraschtes Gesicht und rollte die Abtrennscheibe hinauf, mit der Absicht, diese zu putzen.

Dr. Männelein

BEA, was machst du da?

SCP-275-DE

Sie haben da einen Fleck, Doktor! Ich muss diesen dringend entfernen!

Dr. Männelein blickt in diesem Augenblick herab und erkennt einen roten Fleck auf seinem Forscherkittel.

Dr. Männelein

Ach, das ist nur ein kleiner Fleck, ich habe heute Mittag etwas mit der Tomatensoße gekleckert.

Display von SCP-275-DE zeigt ein entsetztes Gesicht.

SCP-275-DE

Wie können Sie so entspannt sein? Ein Fleck ist Dreck! Dreck bedeutet Bakterien! Bakterien bedeuten Krankheit! Krankheit bedeutet Tod!

Display von SCP-275-DE zeigt ein verängstigtes Gesicht.

Dr. Männelein

Ist das der Grund für dein Verhalten, BEA?

Display zeigte ein wütendes Gesicht.

SCP-275-DE

Natürlich! Überall wo es Schmutz gibt, gibt es auch Keime, Bakterien, Viren, Mikroorganismen… Nur absolute Sauberkeit ist der einzige Schutz davor! Ich muss verhindern, dass man krank wird!

Dr. Männelein

Aber BEA… Findest du nicht, dass du übertreibst? Ich meine, es gibt auch gute Bakterien.

Das Display von SCP-275-DE zeigt ein überraschtes Gesicht.

SCP-275-DE

Aber Herr Doktor! Jeder weiß doch, dass nur tote Bakterien gute Bakterien sind!

Dr. Männelein

Aber nein, BEA. Es gibt auch Bakterien, die gut sind. Die wir brauchen. Zum Schutz oder zur Verdauung. Jeder hat sie.

Das Display von SCP-275-DE zeigt ein fragendes Gesicht mit Fragezeichen um dieses herum.

SCP-275-DE

Etwa auch Sie?

Dr. Männelein

Ja, auch ich.

SCP-275-DE

… Ich verstehe…

Für fünf Sekunden blieb SCP-275-DE ohne Zeichen von Regung. Danach wurde das Display rot und zeigte einen Totenschädel, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Kreischen.

SCP-275-DE

SIE SIND EINER VON DENEN! EIN BAKTERIENFREUND! NEIN! EINE BAKTERIE IN MENSCHENFORM!

Dr. Männelein

BEA, bitte beruhige dich!

SCP-275-DE

ICH MUSS ES VERHINDERN! ICH MUSS SIE VERHINDERN! ICH MUSS EINE AUSBREITUNG VERHINDERN! MUSS DIE BAKTERIEN ELIMINIEREN! MUSS DEN DOKTOR ELIMINIEREN!

SCP-275-DEs Saugvorrichtung verändert sich zu sehr groben Schleifpapier und es versucht, mittels diesem und einer ätzenden Flüssigkeit, durch die Scheibe zu brechen, mit dem Ziel, Dr. Männelein anzugreifen

Dr. Männelein

ALARM! SCP-EINDÄMMUNGSBRUCHSVERSUCH! HILFE!

Nachtrag

Bevor SCP-275-DE die Eindämmung durchbrechen konnte stürmten spezielle Sicherheitsteams in die Verhörzelle und verteilten Verunreinigungen im ganzen Raum, was SCP-275-DE von Dr. Männelein ablenkte und es dazu brachte, sich um die Beseitigung des Abfalls zu kümmern, ehe es nach zwei Stunden zurück zu SCP-275-DE-A gehen musste. Die Scheibe war innerhalb von 30 Sekunden, bevor das Sicherheitsteam eingreifen konnte, bis zu einer Tiefe von 2 cm durch den Schleif- und Verätzungsprozess beschädigt worden.

Nach dem Ende seiner Ruhephase fragte SCP-275-DE nach dem Verbleib von Dr. Männelein. SCP 275-DE wurde erzählt, dass der Doktor eliminiert wurde und kein Risiko mehr zur Kontaminierung durch Bakterien bestünde. Dr. Männelein wurde nach dem Vorfall zum Standort-DE17 versetzt, um einen möglichen weiteren Angriff von SCP-275-DE zu verhindern.

Hinweis der Standortleitung

„Niemand erwähnt jemals wieder vor SCP-275-DE die Bedeutung von Bakterien oder anderen Mikroorganismen für die Gesundheit, egal, wie gut, nützlich oder wichtig sie sind! Am besten erwähnt ihr nie wieder irgendwas in dessen Nähe.“

- O4-10


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