Informationen
Name: Glasscherbe
Autor: Balthuris
Bewertung: 0/0
Erstellt am: Tue Aug 12 2025
Objekt-Nr.: SCP-813
Klassifizierung: Keter
Sicherheitsmaßnahmen
SCP-813 wird im Standort-17 aufbewahrt und befindet sich in einer 2 m3 großen Stahlkiste, die mit einem industriellen Schaumstoff gefüllt ist. SCP-813 muss jederzeit in diesem Schaumstoff eingeschlossen sein und darf nicht in direkten Kontakt mit den Innenwänden kommen. Die Kiste wird durch elastische Halterungen in Industriequalität aufgehängt und darf sich nicht näher als 3 m an einer Oberfläche befinden.
Wirte von SCP-813-1 sind in separaten Standard-Humanoid-Isolationszellen unterzubringen. Jede Instanz von SCP-813-1 sollte unverzüglich aus ihrem Wirt entfernt werden. Für Informationen zu den für die Entfernung von SCP-813-1 erforderlichen chirurgischen Eingriffen, siehe Dokument-813-1. Nach der Entfernung wird jede Instanz in separaten luftdichten Stahlbehältern (1 cm x 0,5 cm x 0,5 cm) aufbewahrt. Im Falle des Ablebens des Wirts von SCP-813-1 oder des Verlusts einer oder mehrerer Instanzen von SCP-813-1 selbst muss der unmittelbare Bereich abgeriegelt und eine Suche nach den betreffenden Instanzen organisiert werden. Alle Mitarbeiter, die mit Instanzen oder Wirten von SCP-813-1 umgehen, haben verstärkte Gesichtsschutzschilde aus Glas zu tragen. Alle Mitarbeiter der Eindämmung, die unter Sehstörungen oder Anomalien leiden, müssen unverzüglich untersucht werden.
SCP-813 darf sich nicht innerhalb eines Umkreises von 10 km um SCP-882 oder anderen Artefakten befinden, die mit der Church of the Broken God in Verbindung stehen.
Beschreibung
SCP-813 ist eine kugelförmige Glasskulptur. Es gibt Hinweise darauf, dass die Skulptur ursprünglich einen Durchmesser von 45 cm hatte; derzeit fehlen dem Artefakt jedoch etwa 17 % seiner ursprünglichen Masse. Eine genaue Untersuchung von SCP-813 hat ein mikroskopisches System aus scheinbar metallischen Uhrwerkmechanismen offenbart. Diese Mechanismen sind kontinuierlich aktiv, jedoch ist unklar, auf welche Weise sie Energie speichern oder erzeugen. Die Eigenschaften des Artefakts (siehe unten) haben eine eingehendere Untersuchung des Mechanismus verhindert, und spektroskopische Analysen blieben ergebnislos.
Das Glas, aus dem SCP-813 besteht, ist außergewöhnlich zerbrechlich und bricht bereits unter einem Druck, der weit unter dem zu erwartenden Wert liegt. SCP-813 zerbricht immer in Fragmente von etwa 7 mm x 2 mm Größe; diese Stücke können mit keinen Mitteln weiter zerbrochen werden, wodurch sie derzeit als unzerstörbar gelten. Nach dem Zerbrechen suchen sämtliche erstandenen Fragmente (jetzt als SCP-813-1 bezeichnet) nächstgelegene menschliche Ziele auf1. SCP-813-1 sind in der Lage, sich auf unbekannte Weise fortzubewegen, wodurch sie mit Geschwindigkeiten von bis zu 131 km/h "springen" können.
Sobald es sein Ziel erreicht, dringt SCP-813-1 in das Auge des Subjekts ein und verankert sich im Sehnerv. Unabhängig von der Aufprallgeschwindigkeit des Fragments entstehen keine nennenswerten Schäden am Auge oder am restlichen Körper. Das Subjekt erleidet starke Schmerzen und vorübergehende Blindheit, die innerhalb weniger Sekunden, die innerhalb weniger Sekunden wieder abklingen. Anschließend dringt SCP-813-1 mit mehreren mikroskopisch kleinen Drähten aus einer unbekannten Substanz in das Gehirn des Subjekts ein. Diese Effekte verursachen keine neurologischen oder kognitiven Schäden und werden vom Subjekt in der Regel nicht bemerkt.
Der Wirt von SCP-813-1 beginnt etwa zwei Wochen nach der Exposition deutliche Verhaltensänderungen zu zeigen. Zu diesem Zeitpunkt unterbricht das Subjekt häufig seine normalen Aktivitäten und starrt mehrere Stunden lang regungslos vor sich hin. Diese Ereignisse führen zu einer Erweiterung der Pupillen des Subjekts, und Personen in unmittelbarer Nähe berichten von subjektivem Tinnitus, der als elektrisches "Summen" beschrieben wird. Während dieser Phasen reagiert das Subjekt auf keine Versuche, es zu wecken, und es leugnet auch, dass solche Phasen jemals stattfanden. In den nächsten drei bis vier Monaten nehmen diese Phasen an Länge zu, bis sie den gesamten Tagesablauf des Subjekts ausfüllen, und es weicht nur noch für die notwendige Nahrungsaufnahme und Ruhepausen von diesem Verhalten ab.
SCP-813-1 verbleibt im Sehnerv bis zum Tod des Subjekts. Zu diesem Zeitpunkt zieht SCP-813-1 seine Drähte aus dem zentralen Nervensystem zurück, stößt sich aus dem Sehnerv in Richtung des nächstgelegenen menschlichen Ziels aus und wiederholt den Vorgang. Eine gewaltsame Entfernung des Fragments (chirurgisch oder auf andere Weise) ist für den Wirt tödlich, und das Fragment sucht sich auf seine übliche Weise einen neuen Wirt.
Anhang [813-001]
Sicherstellung des Objekts und zusätzliche Materialien.
SCP-813 wurde ursprünglich aus einem bewaffneten Konvoi in [ZENSIERT] geborgen, der von bekannten Mitgliedern der Church of the Broken God betrieben wurde. Die Kiste, aus der SCP-813 sichergestellt wurde, wies anomale Eigenschaften auf, die dazu führten, dass das Artefakt in der Mitte des Behälters schwebte. Während der darauf folgenden Konfrontation wurde die Kiste jedoch beschädigt und SCP-813 fiel aus seiner schwebenden Position herunter. Die Polsterung im Inneren der Kiste verhinderte, dass das Artefakt vollständig zerbrach; jedoch trafen vermutlich durch den Konflikt entstandene Geschossfragmente SCP-813 und lösten mehrere Stücke von SCP-813-1. Diese drangen umgehen in eine Reihe von Mitgliedern der mobilen Einsatzgruppe ein (SCP-813-1-Instanzen scheinen keine Mitglieder der Kirche anzugreifen). Nach dem Vorfall wurde SCP-813 zur Analyse nach Standort-███ transportiert. Kein Mitglied der Kirche überlebte den Vorfall.
Ein Papierfragment, vermutlich ein handgeschriebener Brief, wurde aus dem Konvoi geborgen; im Folgenden ein Auszug aus diesem Brief.
Ein Auge sieht alles außer sich selbst. Dazu braucht es ein zweites. Was einst ein Paar war und nun getrennt ist, muss wieder vereint werden. Durch seine Scherben sieht das gebrochene Auge. Durch heidnische Gemüter sucht der gebrochene Gott.