Informationen

Der "Pilgerflug" wartet auf den Start
Name: Die Reinkarnation der Wallfahrt der Yazidi (Kiras Guhorîn)
Autor: Balthuris
Bewertung: -9/13
Erstellt am: Tue May 31 2016
Objekt-Nr.: SCP-036
Klassifizierung: Sicher
Sicherheitsmaßnahmen
Einmal in jedem Jahr ist eine Spezialeinheit vom Eindämmungskommando-02 in [ZENSIERT] zu Standort-22A zu entsenden, um die dortige Start- und Landebahn und den Flughafen zu verteidigen. Der zivile Standort ist am 23. September bis um 0400 von allen Nicht-SCP-Mitarbeitern zu evakuieren, und niemand hat bis zum Sonnenaufgang am nächsten Tag zurückzukehren. Am 1. Oktober müssen sämtliche Zivilisten ein weiteres Mal vor Sonnenaufgang evakuiert werden und dürfen Standort-22A nicht wieder betreten, bis der "Pilgerflug" zurückgekehrt ist.
Pilger im Transport vom "Ankunftsflug", die auf den Abflug der "Pilgerreise" warten, dürfen nur von Wissenschaftlern der Sicherheitsstufe 3 untersucht werden.
Beschreibung

Yazidi-Priester kurz vor der Pilgerreise.
SCP-036 beinhaltet Standort-22A (ein kleiner Flughafen in der Mossul-Region im Nordirak) und Standort-22B (das Ziel der Passagiere, die an Standort-22A an Bord gehen). Die Schlüsselkomponenten von SCP-036 sind:
Der "Ankunftsflug" – Ein Passagierflugzeug (Marke und Modell variieren von Jahr zu Jahr), das am 23. September kurz vor Morgengrauen eintrifft. Es erscheint auf dem Radar in etwa 30–40 Kilometern Entfernung von Standort-22A. Wenn es gelandet ist, verlassen "Pilger" das Flugzeug und betreten das Terminal. Kein Besatzungsmitglied hat jemals das Flugzeug verlassen. Beobachtungen haben bisher nur einen maskierten Piloten und Co-Piloten erkennen lassen. Dieses Flugzeug entfernt sich schnell, sobald alle Pilger es verlassen haben und wartet weder auf die Startfreigabe noch identifiziert es sich vor Landeanflug.
Die "Pilger" – Anhänger des jesidischen Glaubens, welche den "Ankunftsflug" verlassen und sich angeblich dem "Kiras Guhorîn" unterziehen. Jedes Jahr werden sie untersucht und als verschiedene Personen des jesidischen Glaubens identifiziert, die im vergangenen Jahre gestorben sind. Dies geschieht durch Geburtsurkunden, Lichtbildausweise, spezifische Wissensfragen und, wenn möglich, Fingerabdrücke. Die meisten von ihnen sind als freundlich bekannt, wobei die meisten nur zögerlich Informationen zum "Kiras Guhorîn" preisgeben. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass alle nicht mehr in der Lage sind, Freunde und Familie zu erkennen oder sich an Informationen zu erinnern, die über das hinausgehen, was das Kurzzeitgedächtnis normalerweise zulässt. Am späten Nachmittag des 23. September betonen die meisten Pilger, wie wichtig es ist, dass ihre Pilgerreise beginnen muss. Zu diesem Zeitpunkt besteigen sie ihren "Pilgerflug" und fliegen ab, um danach nie wieder gesehen zu werden.
Der "Pilgerflug" – Ein Passagierflugzeug, das zum Transport "der Pilger" vom SCP-Personal zur Verfügung gestellt wird und mit einer Mannschaft von ausgebildeten jesidischen heiligen Männern besetzt ist. Typischerweise ist die Besatzung nie in der Lage, ausführliche Informationen über die Pilgerreise oder zum "Kiras Guhorîn" preiszugeben. Die SCP-Ausrüstung an Bord funktioniert optimal, aber die aufgezeichneten Daten verbessern unser Verständnis der Pilgerreise jedes Jahr nur geringfügig. Obwohl der Flug sieben Tage dauert, ist es weder der Ausrüstung noch der Besatzung möglich, mehr als ein paar Stunden nachzuvollziehen. Auf den Zeiterfassungsgeräten und Kameras fehlen Tage, obwohl noch nie etwas Ungewöhnliches beobachtet wurde. Das Flugzeug verschwindet vom Radar und der Sichtkontakt geht etwa 50–60 km von Standort-22A entfernt verloren, bis es am 1. Oktober bei Sonnenaufgang wieder zurückkehrt.
Ursprünglich führte das kurdisch sprechende jesidische Volk rund um Mossul die Pilgerreise heimlich selbst durch. Pilger aus dem Osten wurden von maskierten bewaffneten Wachen auf Kamelen zurück in die Obhut jesidischer heiliger Männer eskortiert. Es wurde erklärt, dass die heiligen Männer die Pilger dann nach Westen in ihr "Land der Toten" bringen würden, wo die Pilger darauf warten würden, wieder in das jesidische Volk "wiedergeboren" zu werden. Das "Kiras Guhorîn", wörtlich kurdisch für "Kleiderwechsel", wird verwendet, um den Glauben an die Reinkarnation zu beschreiben, dem niedere Seelen der Jesiden unterliegen. Während diese eigentliche Pilgerreise im Geheimen stattfand, werden jedes Jahr zu dieser Zeit von anderen Jesiden eine symbolische Pilgerreise und das "Kiras Guhorîn" durchgeführt.
Während der 1960er-Jahre schränkten die Landübernahmen durch Kurden und Muslime, Angriffe der Türken und Strafgesetze der islamischen irakischen Regierung die Bewegungsfreiheit und Bräuche der Jesiden ein. Während dieser Zeit schaltete sich die Foundation ein und bot Hilfe in Form einer vorteilhaften Klausel an, die SCP-Flugzeugen uneingeschränkten Zugang zu den Flughafenanlagen in diesem Gebiet gewährleistete. Fast sofort landeten mysteriöse Flugzeuge mit Pilgern aus dem Osten auf dem lokalen Flughafen, und am Zielort tauchte ein nicht greifbarer Flughafen auf.