SCP-821

Informationen

Autor: Dr Alice
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Erstellt am: Mon Aug 10 2026

Ihre Stimme hallt wider, während die Herbstbrise durch dein offenes Dachfenster streicht und sich am Kamin niederlässt.

An jedem anderen Abend würdest du dich an die Flammen kuscheln und dich wärmen, während das Feuer deine Zehen umspielt.

Heute Abend hast du einen anderen Plan – heute Abend gibt es keine Zeit zu verlieren.

Der Jahrmarkt ist ein letztes Mal in der Stadt; sie wird auf dich warten.
Objekt-Nr: SCP-821
Klassifizierung: Sicher (Neutralisiert ausstehend)

Sicherheitsmaßnahmen

Die äußere Struktur von SCP-821 ist täglich vom Sicherheitspersonal zu inspizieren; alle signifikanten Veränderungen sind dem Eindämmungsleiter zu melden. Um das Gebiet, in dem sich SCP-821 befindet, wurde ein Zaun errichtet, der monatlich per Drohne zu überwachen ist. Aufgrund des geringen Personenverkehrs in der Nähe von SCP-821 würde ein größerer Personaleinsatz mehr schaden als nutzen. Foundation-Mitarbeiter haben den Wirkungsbereich von SCP-821 nur zu betreten oder sich ihm zu nähern, wenn dies vom Eindämmungsleiter als notwendig erachtet wird.

Nach der Entdeckung weiterer anomaler Eigenschaften von SCP-821 wurden die Eindämmungsmaßnahmen aufgrund mangelnder Relevanz vorerst eingestellt. Daher kann und sollte SCP-821 weder modifiziert, gewartet, repariert noch anderweitig verändert werden; jegliche Maßnahmen des Foundation-Personals sollten stattdessen den Informationserhalt priorisieren.

Beschreibung

SCP-821 ist das ehemalige Gelände des "Dixie Fun Faire",1 ein Vergnügungspark, der hauptsächlich zwischen etwa 1954 und 1979 und erneut zwischen 2009 und 2014 in Betrieb war.

SCP-821 besteht aus einer Reihe von Gebäuden und Einrichtungen, die um eine zentrale Jahrmarktmeile, Der Weg der Künstler, angeordnet sind. Die Aufzeichnungen über den Bau sind spärlich, da der Großteil der Bau- und Entwicklungsarbeiten informell und ohne Genehmigung der lokalen Behörden durchgeführt wurde. Daher entsprechen viele der Gebäude keinerlei Bauvorschriften und befinden sich in einem stark verfallenen Zustand, der sich stetig verschlechtert. Sämtliche Instandhaltungs- und Restaurierungsversuche sind gescheitert und wurden bis zur Reklassifizierung vollständig eingestellt.

Die verbliebenen Gebäude von SCP-821 dienen verschiedenen Zwecken, vorwiegend der Unterhaltung und Artistik. Sie wurden in verschiedenen Epochen des Jahrmarkts errichtet und weisen jeweils einen eigenen Stil auf. Das Spektrum reicht von Karussells über Theater, Buden, Imbiss- und Souvenirstände bis hin zu vielem mehr. Bei der ersten Eindämmung von SCP-821 waren etwa 68 % aller Gebäude nutzbar; diese Zahl ist im Laufe der Zeit gesunken.

Während der späteren Betriebsjahre des Jahrmarkts wurden Wartungsarbeiten und tägliche Aufgaben von Automaten, sowohl humanoiden als auch nicht humanoiden, SCP-821-1 bezeichnet, durchgeführt. Diese Automaten reichen von menschenähnlichen Gebilden aus lackiertem Kupfer bis hin zu abstrakten oder tierähnlichen Maschinen. Nach der Schließung des Geländes im Jahr 2014 wurden alle SCP-821-1-Instanzen deaktiviert.

SCP-821-A bezeichnet einen anhaltenden memetischen Effekt, der bei Personen "Echos" von Ereignissen hervorruft, die sich während des Betriebs in SCP-821 ereignet haben. SCP-821-A erzeugt diese "Echos" mithilfe einer Hermeneutik der Zirkel-Klasse, indem es Kontext aus den latenten Erinnerungen der Bewohner, Gäste und Mitarbeiter von SCP-821 extrahiert. Diese Echos erscheinen als immaterielle, durchscheinende Gestalten, gemeinhin als "Geister" bezeichnet. SCP-821-A kann bei Beobachtung auditive, visuelle, olfaktorische und gustatorische Reize auslösen; die Intensität dieser Empfindungen hat seit der ersten Eindämmung abgenommen. Derzeit ist nicht bekannt, wodurch das Auftreten von SCP-821-A-Instanzen verursacht wird.

Die Eindrücke sind überwältigend. Gott sei Dank hast du dich mittlerweile daran gewöhnt.

Jeder Lichtblitz wird erwartet, jeder Ton der Kalliope in perfekter Harmonie, jedes Summen, Geräusch, jeder Schrei, jedes Lachen – alles ist bis ins kleinste Detail choreografiert.

Der Jahrmarkt lebt, und jeder hier gehört zu uns.

Anhang 1

SCP-821, etwa 1904

Geschichte

SCP-821 wurde im Laufe der Zeit unter verschiedenen Managementteams und Markenidentitäten betrieben – jede mit dem Ziel, die vorherige zu übertreffen. Bei jeder Übernahme durch eine neue Gruppe wurden die Strukturen nicht zerstört, sondern erweitert oder modifiziert. Im Folgenden werden die wichtigsten Epochen von SCP-821 zusammengefasst, einschließlich relevanter anomaler Effekte und bemerkenswerter Merkmale.

Vor dem Bau oder Betrieb jeglicher Varianten von SCP-821 befand sich an diesem Ort ursprünglich ein großer Bauernhof, der Anfang des 20. Jahrhunderts bewirtschaftet wurde, bevor er nach der Weltwirtschaftskrise aufgegeben wurde und verfiel. Das Gelände stand jahrzehntelang leer, bevor SCP-821 errichtet wurde, und wies scheinbar keine nennenswerten anomalen Eigenschaften auf.

Anhang 1-A

Dixies Lustgarten

1954 erbaut, wurde Dixies Lustgarten von dem amerikanischen Einwanderer und lokalen Unternehmer Johnathan Dixie ins Leben gerufen, um der seiner Ansicht nach bestehenden Nachfrage nach Themenparks gerecht zu werden. Das Gelände wurde aufgrund der besonderen Energie ausgewählt, die Johnathan Dixie bei seinem ersten Besuch spürte. In einer Lokalzeitung wurde er mit den Worten zitiert: "Es ist das Land. Es hat etwas Besonderes. Ich spürte es bei jedem Schritt, bei jedem Atemzug, in jeder Ecke des Parks – da war bereits etwas, das nur darauf wartete, gesehen und in Erinnerung behalten zu werden. Ich wandelte auf den Spuren meiner Vorfahren. Ich wählte diesen Ort, um ihnen eine zweite Chance im Leben zu geben."

Bei der Eröffnung bestand Dixies Lustgarten aus einem großen zentralen Pavillon unter freiem Himmel, umgeben von Blumengärten und Grünanlagen. Eintrittskarten für Dixies Lustgarten kosteten 0,25 $ pro Erwachsenem und berechtigten zum Eintritt zum Gelände sowie zum angebotenen Unterhaltungsprogramm. Dieses umfasste Musik- und Theateraufführungen im zentralen Pavillon.

Dixies Lustgarten war von 1954 bis 1957 mit mäßigem Erfolg in Betrieb und wurde in Lokalzeitungen erwähnt. Die Besucher kamen überwiegend aus der Region, gelegentlich kamen auch Gäste von außerhalb. Trotz dieses Erfolgs wurde der Betrieb im Oktober 1957 aufgrund des Todes von Johnathan Dixie abrupt eingestellt. Wegen Komplikationen im Zusammenhang mit der Erbschaft des Grundstücks und des Geschäfts konnte der Betrieb erst zur Saison 1958 wieder aufgenommen werden, dann unter einem anderen Namen.

Anhang 1-B

Dixie Fun Faire

In der Saison 1958 wurde der Park unter dem Namen Dixie Fun Faire wiedereröffnet, um mehr Familien und jüngere Besucher anzulocken. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Johnathan Dixies Sohn, Johnathan Dixie der Zweite, besser bekannt als "JD Junior", die Leitung und modernisierte den Park. Er konzentrierte sich auf die Schaffung eines Vergnügungsparks und bot Fahrgeschäfte und themenbezogene Unterhaltung für die Besucher an. Diese Erweiterung sollte die Erfolgsfaktoren von Dixies Lustgarten weiter ausbauen, ohne die Ideale von Johnathan Dixie zu beeinträchtigen.

Mit der Wiedereröffnung des Dixie Fun Faire stiegen die Besucherzahlen des Parks sprunghaft an; der Tourismus weitete sich auf Gäste aus nahegelegenen Städten und Bundesstaaten aus, und der Park erwarb sich einen Ruf für aufregende Fahrgeschäfte sowie Jahrmarktspiele mit Gewinnen. JD Junior wurde seinerzeit mit den Worten zitiert: "Mein Vater hatte die richtige Idee: Baue eine Welt, die du erkunden willst, und der Rest wird sich von selbst ergeben. Beim Geschäft mit dem Spaß kommt es darauf an, einen Ort zu schaffen, an dem man wirklich glauben kann, ein Gewinner zu sein. Bei Dixie Fun Faire ist jeder ein Gewinner – vom kleinsten Kind bis zum ältesten Erwachsenen. Alle sind willkommen; hier seid ihr genau richtig!"

Im darauffolgenden Jahrzehnt wurde der Parkbetrieb in ähnlicher Weise fortgeführt, wobei die Fahrgeschäfte ausgetauscht wurden, wenn Teile defekt waren oder das Interesse nachließ. Die einzigen Attraktionen, die über die Mitte der 1960er-Jahre hinaus Bestand hatten, waren das Dixie-Karussell und das Dixie-Fun-Fair-Riesenrad, die beide bis zur Schließung des Parks in Betrieb blieben.

Im Herbst 1966 gab JD Junior eine Erklärung zur Zukunft des Parks ab.

Liebe geschätzte Gäste und engagierte Mitarbeiter,

mein Vater glaubte an einen Ort, an dem jeder willkommen war und sich niemand unwohl fühlen musste. Ich habe dieses Ideal stets verfolgt und versucht, jenen Funken einzufangen, der ihn einst inspiriert hat. In den vergangenen acht Jahren war es mir eine große Freude, Dixie Fun Faire zu neuen Höhen zu führen.

Leider hat sich die Situation geändert. Ich bin nicht mehr ich selbst und kann das Unvermeidliche nicht aufhalten. Wir können es uns nicht länger leisten, faire Löhne zu zahlen und gleichzeitig nach den Werten und Zielen zu handeln, die das Unternehmen zu dem gemacht haben, was es heute ist. Ich werde von den Gespenstern der Vergangenheit verfolgt – von ihren widerhallenden Stimmen, die an genau jenem Ort gefangen sind, den ich am meisten liebe. Sie lassen mir keine Ruhe.

Ich muss den Jahrmarkt aufgeben.

Nach dem oben genannten Memorandum verschwand JD Junior gemeinsam mit mehreren führenden Persönlichkeiten von Dixie Fun Faire und hinterließ den Park in einem Zustand des Chaos und der Unordnung. Der Verbleib all dieser Personen ist bis heute unbekannt.

Der Park blieb im darauffolgenden Jahr geschlossen, bevor er unter neuer Leitung wiedereröffnet wurde.

Über dir heulte kreischendes Metall auf, während du einen Schluck aus einer billigen, schmutzigen Flasche nahmst – zum Glück war die Sonne untergegangen, auch wenn das nichts an der Hitze änderte.

Zwischen den blinkenden Lichtern und Sirenen der Jahrmarktsmeile, dem Dröhnen der Fahrgeschäfte über einem, inmitten lachender Kinder und kichernder Erwachsener gab es noch ein anderes Geräusch, das man einfach nicht mehr loswurde.

Jede Nacht, zur gleichen Zeit, genau während du in deiner Bude standest, zog ein Schatten an ihr vorbei. Ein Schatten, der dir zugleich völlig fremd und doch seltsam vertraut vorkam – auch wenn du nie genau sagen konntest, woran das lag. Jeden Abend zog dieser Schatten vorüber, und inmitten des Rummels und des Lärms der Jahrmarktssirenen glaubtest du, einige Worte zu vernehmen:

"Eines Tages werden sich die Menschen an den Namen Dixie erinnern."

Anhang 1-C

Gemälde der Jahrmarktmeile der Hampstead-Brüder, SCP-821, etwa 1967

Zirkus der Hampstead-Brüder

Im Frühjahr 1967 berichteten Lokalzeitungen, dass "Dixie Fun Faire" an drei Brüder verkauft worden war – ehemalige Angestellte des Parks. Bei den drei Männern – Orville, Orion und Ogden Hampstead – handelte es sich um Schausteller, die bereits vor dem Verschwinden von JD Junior jahrelang auf der Jahrmarktmeile gearbeitet hatten; die dort gemachten Erfahrungen hatten sie so tief geprägt, dass sie es als ihre Pflicht ansahen, das Vermächtnis fortzuführen. Nach JDs Verschwinden schloss die verbliebene Parkleitung einen Vertrag mit den Hampstead-Brüdern ab, der ihnen das Land und die Betriebsführung des Parks für eine nicht genannte Summe2 übertrug.

Die drei Brüder verfolgten einen Umgestaltungsplan: Sie wollten das Gelände und den bestehenden Jahrmarktbereich übernehmen, den Open-Air-Pavillon zu einem Zirkuszelt umfunktionieren und den Park unter dem Namen "Zirkus der Hampstead-Brüder" wiedereröffnen. Sie wurden mit der Aussage zitiert: "Wir wollen alles retten und nutzen, was möglich ist, um das Herz des Parks zu bewahren." Der neue Park würde Live-Unterhaltung sowie eine große Truppe von Schaustellern bieten, die in einer halb-permanenten Wohnsiedlung im nordwestlichen Teil des Parks – der sogenannten Schaustellergasse – leben würden; zudem gäbe es eine neue Hauptattraktion: eine tägliche Zirkusvorstellung mit Clowns, Akrobaten, Tieren und mehr.

Nach der Wiedereröffnung verzeichnete der Park sofortigen Erfolg: Die Besucherzahlen schossen in die Höhe, da die Einwohner in Scharen kamen, um die neue Show zu sehen, an den modernisierten Spielen teilzunehmen und das weitläufige Gelände zu genießen, das "Aktivitäten für alle Altersgruppen" bot. Um dem hohen Besucheraufkommen gerecht zu werden, wurde den Mitarbeitern Wohnraum im Austausch gegen einen geringeren Lohn angeboten; Schätzungen zufolge lebten in dieser Zeit zwischen 20 und 50 Schausteller – darunter Clowns, andere Künstler und deren Kinder – direkt auf dem Parkgelände.

Trotz ihrer Bemühungen war der Erfolg nur von kurzer Dauer. Im Dezember 1970 – nach drei Jahren sinkender Gewinne und Missmanagement bei der Belegschaft – schloss der Zirkus der Hampstead-Brüder seine Tore für das Publikum. In den folgenden Jahren lebten die Schausteller weiterhin auf dem verbliebenen Gelände des Parks.

Orville Hampstead verließ die Vereinigten Staaten, um es in Kanada erneut zu versuchen – allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Orion Hampstead zog sich in eine kleine Hütte im Norden von Maine zurück und verbrachte den Rest seines Lebens fernab der Öffentlichkeit.

Die Schaustellergasse war ein Ort, den man zuerst roch und hörte, ehe man ihn sah. Es war eine Explosion aus Leben, Chaos und Energie – versteckt gelegen, herausgelöst und geformt zu einem kleinen Stückchen Nirvana.

Die kichernden Kinder, die in der Schaustellergasse zu Hause waren, betrachteten den Park als ihren persönlichen Spielplatz. Er konnte sich noch daran erinnern, wie sie zwischen den Wohnwagen umherrannten, gegen die Wäscheleinen stießen und für Trubel sorgten. Doch inmitten des Lachens, der Schreie und der Freudenschreie stellten sie alle unweigerlich dieselbe Frage:

"Was ist mit Oggy passiert?"

Oggy war nie fort.

Anhang 1-D

Eingangstor zum "Kinderland" von Funland nach der Schließung

Ein Automat vom Galoppierenden Karussell, etwa 1978

Funland

Im Juni 1976 – fünf Jahre nachdem der "Zirkus der Hampstead Brüder" deinen Betrieb eingestellt hatte – ertönte eine unerwartete Fanfare in einem Umkreis von vier Meilen um das Gelände der ehemaligen Parkanlagen. Das Grundstück war verwaist und die Eigentumsverhältnisse ungeklärt; jedenfalls wussten die Einheimischen – so legen es Befragungen und öffentliche Aufzeichnungen aus jener Zeit nahe – nichts von irgendwelchen Veränderungen in dieser Hinsicht.

Diese Annahme wurde jedoch von einer Person infrage gestellt, die unter dem Namen "Mr. Funland" bekannt war.

Kommt her, Groß und Klein! Bestaunt das Spektakel namens Funland – eine Neuauflage des legendären "Dixie Fun Faire" mit einem modernen Twist! Erlebt Nostalgie und den Glanz vergangener Tage, vereint mit den technischen Meisterwerken der mechanischen Welt! Alles entsprungen der Fantasie unseres Anführers, Mr. Funland.

Probiert unsere köstlichen Leckereien – von der über 30 cm langen Eiswaffel bis zur Zuckerwatte im "FUN-Size"-Format! Wir bieten nicht nur Süßes, sondern auch einige der exotischsten Speisen, die für den modernen Gaumen verfeinert wurden und euch garantiert aus den Socken hauen werden. Glaubt mir – ich trage meine schon gar nicht mehr!

Lasst euch von den technischen Meisterwerken begeistern, die jede Attraktion antreiben! Bestaunt die lebensechten animatronischen Pferde des Galoppierenden Karussells oder dreht eine Runde in unseren Schwebeautos – so oder so erwartet euch bei uns ein absolut einzigartiger Tag.

Oh, und noch eine Sache. Jeder, der im Park arbeitet – von den Fahrgeschäft-Betreuern über die Schausteller an den Spielbuden auf der Jahrmarktmeile bis hin zu unserem fröhlichen Reinigungspersonal –, hat ein Geheimnis: Sie sind alle Roboter! Bestaunt diese modernen Technologien, die auf einer jahrhundertelangen Tradition von Automaten aufbauen – jeder ist ein Meisterwerk moderner Ingenieurskunst: schneller, effizienter und zuverlässiger als jeder Mensch!

Besucht also unbedingt das neu eröffnete Funland. Es wird garantiert ein Riesenspaß!
— Mr. Funland

Diese Aufnahme von "Mr. Funland" wurde ursprünglich sowohl als Radiowerbespot verwendet als auch am Tag der Wiedereröffnung über das Lautsprechersystem des Parks abgespielt. Die Finanzunterlagen belegten einen sofortigen Erfolg: Der Park selbst war wie in früheren Ausführungen angelegt, doch – wie bereits erwähnt – lag die wesentliche Verbesserung bei Funland in den Fahrgeschäften und dem Personal. Durch eine Kombination aus historischer Automatenforschung, moderner Animatronik-Technologie, thaumaturgischen Riten und der Nutzung latenter Erinnerungen, die bereits auf dem Parkgelände vorhanden waren, zur Erschaffung synthetischer Seelen für den Antrieb der Maschinen, gelang es Mr. Funland, Personal zu erschaffen, das mit keinerlei existierender Animatronik oder Maschinerie vergleichbar war, insbesondere nicht mit denen in den Parks seiner Konkurrenten.

Die Automaten, SCP-821-1 bezeichnet, unterschieden sich je nach ihrer Rolle oder Position innerhalb von Funland in Größe, Form und Erscheinungsbild, wiesen jedoch gemeinsame Grundmerkmale auf. Jede Instanz bestand aus einer Basis aus Kupfer oder Blech und war mit verschiedenen, nicht anomalen Farben bemalt. Jede SCP-821-1-Instanz wurde von einer anomalen Energiequelle betrieben, die scheinbar durch die Besucherzahlen und die positiven Emotionen im gesamten Park gespeist wurde. Die SCP-821-1-Instanzen waren in der Lage, in mehreren Sprachen zu sprechen und zu singen, obwohl keine sichtbaren Lautsprecher vorhanden waren. Ebenso waren SCP-821-1-Instanzen in der Lage, sich ohne Kabel, Führungsschienen oder eine Verbindung zu einer zentralen Steuereinheit im Park zu bewegen; sie waren in jeder Hinsicht eigenständige Individuen.

Bei seiner Eröffnung erntete Funland allseits Lob. Berichten zufolge waren die Besucher begeistert von dem Angebot an Aktivitäten, Unterhaltung und Spektakel; wenngleich auch die Fahrgeschäfte und Shows gefielen, bildeten die SCP-821-1-Instanzen die Hauptattraktion. Touristen aus aller Welt reisten an, um diese "modernen Wunderwerke der Techologie" zu bestaunen, und der Park florierte. In den folgenden Jahren blieb der geschäftliche Erfolg konstant. Zwar kamen vereinzelt neue Attraktionen hinzu, doch im Wesentlichen blieb der Park unverändert.

In einem Interview vom März 1978 wurde Mr. Funland gefragt, welche Pläne er für die Feier des 25-jährigen Bestehens des Parks habe.

"Wissen Sie, diese Frage wurde mir schon oft gestellt, und ich möchte endlich darauf eingehen. Die Parks der Vergangenheit haben nicht funktioniert, weil sie sich auf die falschen Dinge konzentrierten. Alle vor mir orientierten sich an den Parks, die es bereits gab, und versuchten, das nachzuahmen, was früher einmal funktioniert hatte."

"Ich lehne die Nostalgie ab – ich werde besser sein als die Parks der Vergangenheit."

"Das Problem war, dass sie zu sehr von ihren eigenen Fahrgeschäften, Lichtern und Geräuschen abgelenkt waren, um die Wahrheit zu erkennen: Kinder wollen den Spaß von früher nicht mehr. Sie sind gelangweilt von Clowns, haben genug von Jahrmarktsspielen und sind bereit, Bühnenshows und langweilige Achterbahnen hinter sich zu lassen. Was sie heute wollen, ist Technologie."

"Sie wollen Roboter, sie wollen Computer, sie wollen Videospiele – und wer bin ich schon, sie davon abzuhalten? Der Fortschritt schreitet voran, und wir müssen Schritt halten. Deshalb lege ich so großen Wert auf unsere hochmodernen Roboter-Mitarbeiter – jene fantastischen Maschinen, die Funland erst zu dem machen, was es ist: Funland!"

"Um die Frage also zu beantworten: Nein. Ich habe nicht vor, die Vergangenheit zu feiern. Für mich zählt einzig und allein die Zukunft. Und die Roboter, die das schlagende Herz von Funland bilden? Sie sind die Zukunft."

In jenem Jahr begannen Parkbesucher, von zahlreichen Problemen im gesamten Funland zu berichten. Die Fahrgeschäfte fielen weitaus häufiger aus als in den Vorjahren, und der Naturboden, auf dem die Attraktionen und Verkaufsstände errichtet worden waren, begann langsam, die künstlichen Strukturen zu überwuchern und sich den Park zurückzuerobern. Es häuften sich Berichte über seltsame Interaktionen mit Personal-Automaten, über Animatroniken, die vor sich hin murmelten oder in nicht autorisierten Abläufen feststeckten; den Parkbesuchern war klar, dass etwas nicht stimmte.

Nachdem diverse Lokalzeitungen über einen angeblichen Spuk in "Funland" berichtet hatten und Radiomoderatoren in schwärmerischen Tönen von den Freizeitparks vergangener Zeiten sprachen, schlug die öffentliche Stimmung um. Unter Besuchern und ehemaligen Mitarbeitern verbreiteten sich Gerüchte, wonach die Automaten während dieser Saison "deprimiert" und "wehmütig" gewirkt hätten. Trotz dieser Berichte und des offensichtlichen Verfalls der Fahrgeschäfte sowie der SCP-821-1-Instanzen versicherte Mr. Funland der Öffentlichkeit, der Betrieb gehe ganz normal weiter. Er unternahm jedoch keinerlei Schritte, um die Situation zu beheben oder Reparaturen durchzuführen; stattdessen vertrat er die Ansicht, der Park sei "ein lebendiges Wesen, das sich selbst regenerieren kann".

1979 schloss Funland endgültig seine Tore und wurde dem Verfall überlassen; Fahrgeschäfte, Buden und Animatroniken begannen zu verrotten. In den folgenden Jahren berichteten Einheimische und Städteerkunder, wie sich die Natur den Park nach und nach zurückholte, und nährten den Glauben, der ehemalige Park werde von früheren Besuchern, Angestellten und sogar den Automaten heimgesucht.

Er blieb mehr als 30 Jahre lang geschlossen.

Der verrostete Maschendrahtzaun, der die vergessenen Überreste von Funland umschloss, stand vor dir – ein dürftiges Hindernis für all jene, die einen Blick auf das Gelände werfen wollten. Der Zaun war durchtrennt, und als du dich nährtest, schien sich das Metall zurückzubiegen, sich weiter zu öffnen.

Es war fast so, als würde der Park dich dazu einladen, einzutreten.

Die Nacht war still, doch die Luft wirkte elektrisiert. Überall um dich herum lagen die Überreste der Roboter, die hier einst gearbeitet hatten, der Stände, in denen es vor Leben gewimmelt hatte, und der Fahrgeschäfte, die sonst immer in Betrieb waren; es herrschte eine unnatürliche Stille – fast so, als wäre alles … abwesend?

Du hast den Gerüchten nicht geglaubt. "Oh, geh da bloß nicht hin, in dem Park spukt es!“ oder "Bist du verrückt? Es wird erzählt, dass die Roboter zum Leben erwachen und einen umbringen, weil sie immer noch böse sind, weil der Park geschlossen wurde." Es konnte unmöglich wahr sein – das Gruseligste hier war der verrostete Stahl.

Als du also das Ächzen der Maschinen vernahmst und beobachtetest, wie das Karussell vor deinen Augen zum Leben erwachte – während sich die mahlenden Zahnräder durch den Rost arbeiteten und sich die verzerrte Musik mit den Geräuschen der bis dahin ruhenden Automaten vermischte –, wusstest du nicht, was du davon halten solltest. Also ranntest du davon.

Während du davonranntest, umgaben dich körperloses Lachen und die flüchtigen Gestalten von Menschen, die durch den verlassenen Park schritten; hinter jeder Ecke tauchte eine neue, gespenstische Erscheinung auf. Der Klang der Kalliope schwoll an – eine spöttische Melodie, die durch die verfallenen Überreste von "Funland" drang, während du zum Ausgang ranntest. Als du den Zaun erreichtest, rief dich eine Stimme an.

"Vielen Dank für den Besuch unseres Parks, wir hoffen, dich bald wie…"

Als du dich durch den Maschendrahtzaun drängtest, um zu entkommen, kehrte im selben Augenblick wieder Stille in den Park ein und zu seinen Geistern zurück.

Anhang 1-E

Das verlassene Riesenrad vor der Restaurierung, März 2009

Aethosland

Im Frühjahr 2009 berichteten lokale Nachrichtensender, dass eine Gruppe von Vandalen in den verlassenen SCP-821-Standort eingedrungen war und dort ein provisorisches Lager aufgeschlagen hatte. Zunächst gab es einen sofortigen Aufschrei; als es jedoch Berichte gab, wonach die Gruppe die Gebäudr nicht zerstörte, sondern diese vielmehr zu reparieren schien, waren sich die Vertreter der lokalen Behörden unsicher, wie sie reagieren sollten. In den folgenden Monaten, während die Einheimischen darüber debattierten, was zu tun sei, begann die kleine Gruppe von Vandalen mit der Arbeit an einem Herzensprojekt, das "den Park neu definieren und den verbliebenen Skeletten von Fahrgeschäften, Gebäuden und der Seele des Parks selbst neues Leben einhauchen" sollte.

Die "Vandalen" wurden als ein anomales Künstlerkollektiv namens Aethos (GOI-821-4) identifiziert. Die Gruppe vereinte unterschiedliche Talente und Schwerpunkte und setzte sich aus ontokinetischen Bildhauern, musikbasierten Realitätsbeugern und nicht-anomalen Künstlern zusammen, die mit ihnen zusammenarbeiteten. Laut Pressemitteilungen verfolgte GOI-821-4 ein einziges Ziel: "das verlassene Jahrmarktgelände in eine Feier der Kunst und Fantasie sowie in ein Denkmal für die Erinnerungen der Vergangenheit zu verwandeln".

Foundation-Nachforschungen konnten nicht klären, wie Aethos in den Besitz des Parks gelangt war; aus den Unterlagen des Landkreises geht hervor, dass die Eigentumsurkunde im April 2009 auf ihren Namen übertragen wurde – versehen mit dem Vermerk, es handele sich um eine "wohltätige Schenkung von Mr. Funland an die Künstler der Zukunft". In den folgenden Monaten wurden Bauzäune um den Park errichtet, die den Blick auf die dortigen Arbeiten versperrten.

Der Park sollte am 17. Juni 2009 eröffnet werden. Zuvor waren bereits Plakate und Flyer in örtlichen Gebäuden, Schaufenstern sowie in Briefkästen in den umliegenden Bezirken und Gemeinden ausgehängt bzw. verteilt worden.

Über Jahrzehnte hinweg begeisterte Dixie Fun Faire die Gäste. Auch wenn der Park im Laufe der Zeit unter verschiedenen Namen bekannt war – sei es als Funland oder Zirkus der Hampstead-Brüder –, blieb eines stets gleich: Die Menschen und Automaten, die dort arbeiteten, lebten und verweilten, bildeten die wahre Seele des Parks. Wir erinnern uns an sie, blicken auf ihre Geschichten, versetzen uns in ihre Lage – sie sind noch immer hier und warten nur.

Aethosland ist nicht wie die Parks von früher. Wir wollen weder besser noch anders sein. Wir erfinden das Rad nicht neu und erschaffen keine Attraktionen mit neuester Technologie oder glitzerndem Schnickschnack – wir sind Künstler, und wir hauchen diesem Ort neues Leben ein. Alles war bereits vorhanden und wartete nur auf ein Publikum – wir haben dem Park lediglich eine zweite Chance gegeben.

Besucht einen Ort voller Träume, Magie und Kunst – und vor allem voller Erinnerungen.

Zur Eröffnung bot Aethosland eine Variation jeder Attraktion aus der gesamten Geschichte des Parks. Dazu gehörten unter anderem die folgenden Hauptbereiche des Parks:

  • Der Weg der Künstler: Auf dem Weg der Künstler gab es Verkaufsstände mit handgefertigten Produkten und klassische Jahrmarktsspiele, ergänzt durch moderne, künstlerische Neuinterpretationen.
  • Die Lustgärten: Die Lustgärten boten eine Mischung aus natürlicher und anomaler Flora, anomalen und nicht-anomalen Skulpturen sowie anomalen Sinneseindrücken.
  • Die Aethosland-Bühne: Die aus dem ursprünglichen Pavillon errichtete Aethosland-Bühne bot musikalische Darbietungen der "Band aus reinem Kupfer und Messing", – einer Musikgruppe, die aus wiederverwerteten SCP-821-1-Instanzen bestand –, sowie anomale Zaubershows, Theaterstücke und mehr.
  • Funland-Allee: Eine Ansammlung von Fahrgeschäften, die unter Verwendung der ursprünglichen Fahrgeschäfte restauriert und modifiziert worden waren; kombiniert mit SCP-821-1-Instanzen und ontokinetischen Schöpfungen, war die Funland-Allee voller Lichter, Lärm und einzigartiger Attraktionen. SCP-821-1-Instanzen wurden oft direkt in die Fahrgeschäfte integriert – so etwa beim Aethosland-Flitzer, bei dem die Fahrgastwagen durch SCP-821-1-Instanzen des ehemaligen "Galoppierenden Karussells" ersetzt wurden, sodass jeder Fahrgast auf dem Rücken eines autonomen Pferdes saß, das über die Achterbahnschiene raste.
  • Schaustellerecke: Die Schaustellerecke entstand am ehemaligen Standort der Schaustellergasse und bot eine Mischung aus menschlichen und robotischen Artisten, die klassische Zirkusdarbietungen auf moderne und künstlerische Weise interpretierten. Zudem bot dieser Ort – wie schon in der Vergangenheit – allen Mitarbeitern von Aethosland eine dauerhafte Unterkunft.

Aethosland war nur ein mäßiger finanzieller Erfolg: Zwar beschrieben die Besucher das Erlebnis als "lebensverändernd" und "fantastisch", doch blieb die Resonanz aufgrund der Nachwirkungen der schweren Rezession gering. Der Park hatte Schwierigkeiten, profitabel zu wirtschaften, da er gegen etabliertere Freizeitangebote bestehen musste. Da Aethosland weder mit der Größe noch mit dem Umfang der Konkurrenz mithalten konnte, geriet der Betrieb in finanzielle Schieflage und konnte nicht expandieren; sämtliche Gewinne flossen in die Versorgung der im Park lebenden Mitarbeiter und Künstler.

Nach drei Jahren finanzieller Engpässe trafen die Gründungsmitglieder von Aethosland im Jahr 2012 eine Entscheidung: Um die Relevanz des Parks zu wahren, mussten sie mit anderen Künstlern, Organisationen und Gemeinschaften zusammenarbeiten. Zu diesem Zweck wandten sie sich an eine Theatergruppe, die für ihre einzigartigen Installationen und vielfältigen Bühnenshows bekannt war: Pseudogenesis Productions.

Pseudogenesis Productions und das Team von Aethosland arbeiteten gemeinsam an einem gewaltigen interaktiven Theatererlebnis, das als "die Seele von Aethosland, erneut zum Leben erweckt" beschrieben wurde. Als der Park im Sommer 2013 eröffnete, war ihr Projekt bereits abgeschlossen.

Am Eröffnungstag, noch vor der ersten Aufführung, war Stephanie Pseudo, Regisseurin und Gründungsmitglied von Pseudogenesis Productions, anwesend. Im Folgenden ist ein Auszug aus ihrer Rede vor der Premiere von "Leben, fortgeführt" wiedergegeben.

"'Leben, fortgeführt' ist keine gewöhnliche Themenpark-Darbietung. Es ist nicht bloß ein Theaterstück, nicht nur eine mitreißende Bühnenshow und nicht einfach nur seichte Unterhaltung. 'Leben, fortgeführt' ist 'Aethosland', aber weit mehr als das. Es ist 'Dixie', 'Hampstead' und 'Funland' – nicht so, wie wir sie in Erinnerung haben, sondern so, wie sie sich selbst erinnern: durch die Erinnerungen und Seelen, die zurückgeblieben sind."

"Von diesem Moment an wird 'Leben, fortgeführt' weiterbestehen, solange der Park existiert. Weder Regen noch Hagel, weder Apokalypse noch Eindämmung werden den Park an seinem Fortbestand hindern können. Die Darsteller sind der Park, die Bühne ist der Park, und der Kern ist der Park. Echos derer, die vor uns hier waren – vergessene Leben, Schreie, Freuden und Gelächter, die über die Jahrzehnte hinweg, in denen dieser Park Tausende von Gästen unterhalten hat, zu hören waren –, all das findet sich in 'Leben, fortgeführt' wieder."

"Oh, und … noch eines. Die Geister und Erinnerungen, die hier weilen, mögen wahrhaftig sein – doch erschrecket euch nicht, denn nichts von dem, was ihr seht, ist real. Dies alles ist Fiktion; wir sind alle Teil der Darbietung. Vertraut eurer Seele und hört auf euer Bauchgefühl; erlebt die Magie, wie sie sich direkt vor euren Augen entfaltet. Werdet Teil der Show, Teil des stetig wachsenden Gewebes, das Aethosland ist.“

Leben, fortgeführt, auch bekannt als SCP-821-A, ist ein fortlaufendes memetisches Phänomen, das den gesamten Park betrifft und von einem manipulierten hermeneutischen Kern gespeist wird, der sich vermutlich bereits seit den späten 1600er-Jahren auf dem Gelände befindet.

SCP-831-A verursacht, dass "Echos" oder halbtransparente Erscheinungen von Personen aus der Geschichte des Parks erscheinen und einen bestimmten Moment aus ihrem Leben erneut durchleben. Sie sind immateriell, können jedoch mit Strukturen interagieren, die während ihrer Zeit im Park existierten. Diese Echos sind von "Aufführung" zu "Aufführungen" nicht identisch, sondern nehmen unterschiedliche Gestalten und Formen an, wobei jedes Echo eine spezifische Abfolge von Handlungen aus seiner Zeit im Park durchläuft. Zu den bemerkenswerten Erscheinungen gehören:

  • SCP-821-A-2: SCP-821-A-2 wird häufig dabei beobachtet, wie es durch die "Lustgärten" wandert, auf Bänken sitzt und lächelt, während es vorbeigehende Gäste betrachtet. Wird es von einem Kind angesprochen, beschafft es sich auf unbekannte Weise einen Ansteckknopf und überreicht ihn dem Kind als Andenken. Dieser Knopf gleicht jenen Knöpfen, die etwa um 1965 ausgegeben wurden. Berichten zufolge ähnelt die Instanz Johnathan Dixie.
  • SCP-821-A-7: SCP-821-A-7 ist eine kleine Gestalt, die unter bestimmten Umständen erscheint. Sie ist zunächst dabei zu beobachten, wie sie einen Wohnwagen der "Schaustellerecke" verlässt und sich anschließend in den Park begibt. SCP-821-A-7 sucht nach verirrten Kindern, die allein sind, und ergreift deren Hände. SCP-821-A-7 geleitet diese Kinder zu den Sicherheitsbüros, bevor es sich auflöst. Basierend auf den Schilderungen der verirrten Kinder wird angenommen, dass es sich bei SCP-821-A-7 ursprünglich um Ogden Hampstead handelt.
  • SCP-821-A-23: SCP-821-A-23 ähnelt einem Gorilla-Automaten, der im "Funland" als bekannter Fahrgeschäft-Betreiber tätig war. Jeden Abend um 19:00 Uhr manifestiert sich SCP-821-A-23 in der "Funland-Allee", trommelt sich auf die Brust und brüllt die versammelte Menge an. Es wird sich auf unbekannte Weise FUN-Size-Zuckerwatte3 beschaffen, bevor es von Verkaufsständen zu Fahrgeschäften hüpft, um das Riesenrad zu erreichen. Nach Erreichen der Attraktion erklimmt SCP-821-A-23 das Bauwerk, hält am höchsten Punkt inne und interagiert spielerisch mit den Fahrgästen. Diese Instanz dematerialisiert sich nach einer variablen Zeitspanne zwischen 20:05 Uhr und 21:15 Uhr.

Nach der ersten Aufführung von Leben, fortgeführt verzeichnete Aethosland einen Anstieg der Ticketverkäufe um 400 % sowie eine deutlich verstärkte Medienberichterstattung. Nichtanomale Nachrichtenberichte zeigten sich erstaunt über die "Projektionen" in Unglauben der hochentwickelte Technologie, die dabei zum Einsatz kam. Aufgrund dieser Fehleinschätzung war keine aktives Eindämmung durch die Foundation erforderlich. Stattdessen wurde der Schwerpunkt auf eine fortlaufende Beobachtung gelegt.

Trotz der neuen "bahnbrechenden2 Show reichte dies nicht aus, um die finanziellen Schwierigkeiten des Parks zu beheben. Nach zwei weiteren Betriebsjahren, am letzten Tag der 50. Saison, wurde im gesamten Park die folgende Ankündigung gemacht.

Verehrte Gäste, liebe Mitarbeiter und all jene, die uns weiterhin die Treue halten: Trotz all unserer Bemühungen ist es uns nicht möglich, die Angelegenheit so zu regeln, wie wir es uns gewünscht hätten, weshalb wir uns gezwungen sehen, folgende Mitteilung zu machen.

Heute ist der letzte Betriebstag von Aethosland. Aufgrund finanzieller Zwänge und unserer Weigerung, Löhne zu zahlen, die nicht zum Leben ausreichen, bleibt uns keine andere Wahl, als den Parkbetrieb einzustellen. Wir hoffen, dass dieser Ort nicht in Vergessenheit gerät – und dass er vielleicht eines Tages in der Zukunft zurückkehrt: größer und stärker als je zuvor.

Danke für fünfzig Jahre, in denen ihr unsere gemeinsamen Parks besucht habt – wir hoffen, euch wiederzusehen.

Bis dahin bleiben uns nur die Erinnerungen.

Nach der Ankündigung wurde SCP-821 aufgegeben und kam in den folgenden Monaten in Foundation-Eindämmung. Obwohl sich weder Besucher noch Mitarbeiter auf dem Gelände aufhielten, blieb SCP-821-A bis zum heutigen Tag bestehen, wobei im Laufe der Zeit ein deutlicher Rückgang der Anzahl und Sichtbarkeit der SCP-821-A-Instanzen zu verzeichnen war.

Seit Foundation-Eindämmung wurde keine neue SCP-821-A-Instanz bemerkt. Die Forschung sowohl an den verbleibenden SCP-821-1-Instanzen als auch an SCP-821-A selbst wurde aufgrund der bevorstehenden Neutralisierung der Anomalie ausgesetzt. Die Forschung zur Umkehrung oder Verzögerung dieses Neutralisierungseffekts wurde eingestellt, da die Foundation keine Methode finden konnte, den Effekt erfolgreich rückgängig zu machen – abgesehen von einer Wiedereröffnung des Parks; diese Option wurde jedoch aufgrund der damit verbundenen Bedrohung für den Schleier verworfen.
Es wird geschätzt, dass SCP-821 bis spätestens 2030 neutralisiert sein wird.

Der Geruch der Erde hier war einzigartig. Nach dem Regen war da nicht nur der typische Petrichor, nein, es war viel mehr. Der Boden roch alt. Beständig. Ewig.

Wenn es regnete, roch es unweigerlich nach Zuckerwatte und Popcorn; wenn der Wind wehte, schlossen sich die Fensterläden, und Erinnerungen kauerten sich in den verfallenden Gebäuden zusammen, die kaum noch aufrecht standen.

Wenn die Sonne schien, erwachte der Park zum Leben, erfüllt von Lachen und Kindern; wenn der Mond aufging, vermischten sich die Funken der Künstler mit denen der Schausteller, Darsteller und der wenigen Leidenschaftlichen, die ihr Leben diesem Ort widmeten.

Jede Nacht findet ein Fest statt; an jedem Tag wird gedacht.

Und eines Tages werden uns nur noch die Erinnerungen derer bleiben, die den Park besucht und genossen haben, und die Fotos, die sie gemacht haben. Dann wird es still sein in Dixies Lustgarten, so wie es immer war.

Unterhaltung am Rande.


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